Die Transaktion baut auf einer über 20-jährigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen auf. Mit der Integration von Kind in die börsennotierte Demant-Gruppe sichert sich der dänische Konzern eine führende Position im deutschen Hörakustik-Markt.
Demant, mit Hauptsitz in Kopenhagen, ist weltweit in den Bereichen Hörhilfen, diagnostische Geräte und Dienstleistungen tätig. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 22.000 Mitarbeitende und ist in 130 Ländern aktiv. Kind ist sowohl in der Hörakustik als auch in der Augenoptik international vertreten.
Der Name Kind soll bestehen bleiben, die Familie zieht sich jedoch aus dem Unternehmen zurück. Gründer Martin Kind hatte das 1952 gegründete Unternehmen seit 1970 ausgebaut, Geschäftsführer und Alleininhaber ist heute sein Sohn Alexander Kind, der auch den Slogan „Ich hab‘ ein Kind im Ohr“ geprägt hat. Die Gruppe beschäftigt rund 3.000 Mitarbeitende und betreibt 642 Fachgeschäfte.
Für Demant bedeutet die Übernahme eine Stärkung der Aktivitäten in Mitteleuropa und passt zur Strategie, das weltweite Netzwerk an Hörakustik-Fachgeschäften auszubauen. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2025 erwartet. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Die Berater im Überblick
Berater Demant
Inhouse Recht (Kopenhagen): Jakob Malle-Egholm (Managing Counsel M&A) – aus dem Markt bekannt
Latham & Watkins (Frankfurt): Otto von Gruben (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Tobias Klass (Steuerrecht; Hamburg), Dr. Susan Kempe-Müller (IP), Dr. Max Hauser, Dr. Jana Dammann de Chapto (beide Kartellrecht), Christoph Engeler (Gesundheitsrecht; alle Hamburg), Dr. Tobias Leder (München; Arbeitsrecht), Dr. Jacob Fontaine (Federführung; Corporate/M&A; Hamburg), Sven Nickel (Immobilienrecht), Dr. Wolf-Tassilo Böhm (Datenschutzrecht), Joachim Grittmann (Regulierung), Dr. Stefan Bartz (Compliance; Hamburg); Associates: Manuela Minsel (Steuerrecht; München), Dr. Lennart Werbeck, Dr. Alexander Belk (Düsseldorf), Dr. Ivo Wanwitz, Astrid Preuss (beide Hamburg), Dr. Lena Hummel, Julian Glaub (beide München; alle Corporate/M&A), Henrietta Ditzen (Gesundheitsrecht; Düsseldorf), Thies Schmitte, Johannes Huschka (beide IP), Friederike Hammwöhner (Brüssel), Dr. Jörn Kramer (Düsseldorf; beide Kartellrecht), Caroline Bielesch, Anna-Maria Kuckerz (beide Bank- und Finanzrecht), Marie-Christine Welp (Immobilienrecht; beide Hamburg)
Ernst & Young (Hamburg): Stephan Seiffert (Steuern) – aus dem Markt bekannt
Berater Kind
Deloitte Legal (Hannover): Dr. Harald Stang, Dr. Maximilian Habel (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Charlotte Sander, Dr. Lars Hinrichs (Hamburg; beide Arbeitsrecht), Johannes Passas (Handelsrecht), Felix Skala (Kartellrecht; Hamburg), Nikola Werry (Datenschutzrecht; Frankfurt), Sebastian von Rüden (IP/IT; Frankfurt); Anna Bethmann (alle Corporate/M&A), Gunnar Fehringer (Immobilienrecht); Associates: Daniela Wasseram (Arbeitsrecht), Julia Meyer (Handelsrecht), Alina Scheja (Datenschutzrecht; Frankfurt)
Hintergrund: Latham & Watkins ist unter Federführung von Grubens bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr bei einem deutschen Zukauf für Demant tätig. Im Februar ging die Ohrwerk-Gruppe an die Dänen, Verkäuferin war die Private-Equity- und Asset-Management-Gesellschaft Nord Holding. Soweit bekannt besteht die Beziehung seit mehreren Jahren, Details zu Mandaten werden aber nur sporadisch bekannt. Zentraler Ansprechpartner der Berater aus der Kopenhagener Zentrale von Demant war dem Vernehmen nach Malle-Egholm.
Der Verkäuferin stand Deloitte Legal zur Seite, im Lead waren Stang und Habel. Stang leitet das Hannoveraner Büro des Rechtsberatungsarms der Big-Four-Gesellschaft seit 2003 und steht der in der Region ansässigen Kind-Gruppe ebenfalls langjährig zur Seite.