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Der Hüter der Flöhe

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Im Thüga-Deal übernahm Mainova-Chefjustiziar Dr. Kristian Kassebohm die rechtliche Projektleitung für 50 Energieversorger.Die Energieversorger standen Schlange: Alle wollten dabei sein, als E.on sich von einem Branchenschwergewicht, der Stadtwerke-Holding Thüga trennte. Am Ende waren es 50 kommunale und regionale Energieversorger, die als Konsortien Integra und Kom9, das Unternehmen für knapp 3 Milliarden Euro erwarben. Erstmalig gab es in Deutschland eine Transaktion mit so vielen Beteiligten – und erstmalig musste ein so praller Sack mit Flöhen gehütet werden. Umso erstaunlicher, dass nicht etwa eine der deutschen Top-Kanzleien die rechtliche Projektleitung übernahm. Stattdessen wählten die Geschäftsführungen der Konsortien Dr. Kristian Kassebohm, den Bereichsleiter Unternehmensentwicklung bei Mainova. Der 43-jährige steuerte alle rechtlichen Fragen der Integra und koordinierte die Arbeitsgruppe Recht beider Konsortien. Hinter Integra und Kom9 stehen 50 kommunale Energieversorger aus 16 Bundesländern, die zusammen etwa 25 Prozent des deutschen Gas- und 10 Prozent des Strommarktes abdecken. Sie agieren in klarer Rollenverteilung: Während zahlenmäßig der größte Anteil auf Kom9 entfällt, liegt die Kapitalkraft bei Integra, wozu die drei Regionalversorger Mainova, Enercity und N-ergie gehören.

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Kassebohm, der bei Mainova Chefjustiziar, Chief Compliance Officer und zugleich Strategieverantwortlicher M&A ist, prädestinierte sich aufgrund seiner nicht nur juristisch, sondern auch kaufmännisch geprägten Laufbahn für diese Aufgabe. Nach seiner Promotion 1996 heuerte er als Assistent des Finanzvorstands bei der Vattenfall Berlin-Vorgängerin Bewag an. 1998 wechselte er als Bereichsleiter Recht zur Gasag und wurde 2000 Senior Manager bei PricewaterhouseCoopers, wo er die Internationale Beratungssparte gegenüber dem E.on-Konzern leitete und 2001 an der Fusion von fünf bayerischen Regionalversorgern zu E.on Bayern beteiligt war.

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