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E+H und Dorda sorgen für neue Partnerschaft bei ‚willhaben‘

Die Styria Media Group hat einen neuen Partner für den österreichischen digitalen Marktplatz ‚willhaben‘. Zukünftig ist Wachstumsinvestor Sprints mit an Bord. Im Zuge dieses Wechsels verkauft der bisherige Mitgesellschafter Adevinta seine gehaltenen Anteile an ‚willhaben‘. Sofern die zuständigen Behörden zustimmen, soll die Transaktion im zweiten Quartal 2025 abgeschlossen werden.

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Onlinemarktplatz mit rund 13,2 Millionen Anzeigen: willhaben.at

Gegründet wurde der Onlinemarktplatz, beziehungsweise das dahinterstehende gleichnamige Unternehmen, 2006 in Wien. Inzwischen beschäftigt ‚willhaben‘ nach eigenen Angaben mehr als 360 Mitarbeitende. Laut Unternehmen sind Stand März 2025 rund 13,2 Millionen Anzeigen online, darunter Angebote zu Immobilien, Autos, Jobinserate sowie Waren und Dienstleistungen.

Zuletzt gehörte ‚willhaben‘ zu gleichen Teilen dem österreichischen Medienunternehmen Styria Media Group und Adevinta. Styria gehört seit Gründung zum Gesellschafterkreis, vor elf Jahren stieg der norwegische Konzern Schibsted mit ein und sicherte sich die übrigen 50 Prozent der Anteile an ‚willhaben‘. Im Zuge eines Spin-offs löste Schibsted seine Sparte für Onlinekleinanzeigen und virtuelle Marktplätze außerhalb von Skandinavien heraus. Seit 2019 firmiert diese unter dem Namen Adevinta als – bis 2024 – börsenotierte Tochtergesellschaft. Im Zuge dieser Abspaltung übertrug Schibsted alle ihre Anteile an ‚willhaben‘ auf Adevinta.

Sprints kommt über Umwege

Im Rahmen des Partnerwechsels hat Styria zunächst die von ihr gehaltenen Anteile in eine neu gegründete Gesellschaft eingebracht. Zum Closing übernimmt diese Gesellschaft die von Adevinta gehaltenen Anteile. In einem weiteren Schritt übernimmt Sprints die Hälfte der Anteile an der neu gegründeten Gesellschaft, mit dem Ergebnis, dass beide Partner zukünftig zu gleichen Teilen an ‚willhaben‘ beteiligt sind.

Sprints ist ein Wachstumsinvestor mit Fokus auf Fintechs, digitale Marktplätze und Software. Zum Portfolio gehören unter anderem die Bekleidungsplattform Vinted, sowie die digitalen Marktplätze Vivino für Wein und Chrono24 für Luxusuhren. Genaue Zahlen zum Kaufpreis sind nicht bekannt. Laut Presseberichten wird ‚willhaben‘ mit rund 500 Millionen Euro bewertet, sodass für die 50-prozentige Beteiligung ein Kaufpreis in Höhe von gut 250 Millionen Euro kolportiert wurde.

Eigentümer versilbern Adevinta wohl scheibchenweise

Adevinta gehört inzwischen den Private-Equity-Branchengrößen Permira und Blackstone. Ende 2023 gaben die beiden Häuser ein öffentliches Übernahmeangebot für das Unternehmen ab und nahmen es 2024 von der Börse. Nun machen sich die neuen Eigentümer scheinbar daran, Teile des Unternehmens zu verkaufen. Im November 2024 veräußerte Adevinta das irische Kleinanzeigen-Portal Destilled, nun folgt ‚willhaben‘. Laut Medienberichten ist es auch geplant sich 2026 über einen Börsegang von mobile.de zu trennen.

Berater im Überblick

Christian Ritschka

Berater Sprints
Roschier (Stockholm): Björn Winström, Mattias Jönsson (beide Corporate/M&A)
Dorda (Wien): Dr. Christian Ritschka (Federführung), Dr. Martin Brodey (beide Corporate/M&A), Dr. Heinrich Kühnert (Kartellrecht), Magdalena Brandstetter (Immobilienrecht), Christoph Brogyanyi (Corporate), Magdalena Nitsche (Versicherungsrecht); Associates: Ulrich Weinstich, Max Lesjak, Julia Moser (alle Corporate/M&A; beide Rechtsanwaltsanwärter), Mirko Marjanovic, Sophia Pux (beide Kartellrecht; Rechtsanwaltsanwärterin), Julia Landskron, Nicole Scharl (beide Corporate; Rechtsanwaltsanwärterin), Katrin Repic (Bankaufsichtsrecht), Florina Thenmayer, Julia Strass (Rechtsanwaltsanwärterin; beide Arbeitsrecht), Ida Woltran, Thomas Krappinger, Dr. Corina Kruesz (beide Rechtsanwaltsanwärter; alle IP/IT), Anna Martseva (Versicherungsrecht), Maxie Müllbacher (Immobilienrecht), Antonia Stubbe (Finanzierung; alle Rechtsanwaltsanwärter)

Stefan Jeitler

Berater Styria Media Group
E+H Rechtsanwälte (Wien): Dr. Peter Winkler, Dr. Stefan Jeitler (Graz), Dr. Philipp Schrader (alle Federführung; alle Corporate/M&A), Dr. Dieter Thalhammer, Judith Feldner (beide Kartellrecht), Dr. Jana Eichmeyer (Arbeitsrecht), Dr. Helmut Liebel (IP/IT); Associates: Franziska Egger (Arbeitsrecht), Dr. Felix Frommelt, William Redl (beide Kartellrecht), Susanna Falkenburg (Graz), Markus Feneberger, Florian Vidreis, Yvonne Wohlmuth, Alexandra Stadlober (alle Corporate/M&A; alle vier Rechtsanwaltsanwärter); Paul Rois (Kartellrecht), Lukas Weber (IP/IT; beide Rechtsanwaltsanwärter)

Ludwig Hartenau

Berater Adevinta
Freshfields (Wien): Dr. Ludwig Hartenau, Dr. Michal Dobrowolski (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Markus Paul (Private Equity/M&A; Frankfurt), Dr. Maria Dreher-Lorjé (Kartellrecht), Dr. Katharina Kubik (Steuerrecht), Dr. Gernot Fritz (IP/IT), Dr. Lukas Pomaroli (Öffentliches Recht); Associates: Ludwig Pacher-Theinburg (Kartellrecht), Dr. Andreas Langer (Steuerrecht), Rebecca Chucholowski (Private Equity; Frankfurt), Tanja Pfleger (IT/IP), Dr. Marcel Neuhauser (Öffentliches Recht; beide Rechtsanwaltsanwärter)

Hintergrund: Wachstumsinvestor Sprints vertraute auf ein Tandem aus der schwedischen Stammberaterin Roschier und Dorda. Roschier agierte im Deal als Lead Counsel und holte Dorda beim Deal, der nach österreichischem Recht ablief, als Local Counsel mit ins Boot. Zwischen dem federführenden Dorda-Partner Ritschka und Roschier-Counsel Jönsson besteht ein persönlicher Kontakt, über den die Mandatierung zustande kam.

E+H agierte einmal mehr an der Seite des Grazer Medienunternehmens Styria, das seit Jahren auf die Kanzlei vertraut. Neben dem in Graz ansässigen Partner Jeitler nahmen der Wiener Corporate-Partner Schrader und Marktschwergewicht Winkler federführende Rollen im Deal ein.

Wieder Freshfields für Adevinta

Auf Seiten von Adevinta tritt zum wiederholten Male Freshfields auf. Die Kanzlei beriet die beiden Private-Equity-Investoren Permira und Blackstone bei ihrem milliardenschweren Angebot für Adevinta. Seit dem Eigentümerwechsel beriet Freshfields zuletzt beim Verkauf der irischen Plattform Destilled. Beim Verkauf der ‚willhaben‘-Anteile vertraute das Unternehmen nun auf ein deutsch-österreichisches Team unter Leitung von Wiener-Partner Hartenau und Counsel Dobrowolski.

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