Juve Plus Ex-Rechenzentrum

Buwog gewinnt Bieterverfahren mit Hule Bachmayr-Heyda Nordberg

Autor/en
  • JUVE

Das österreichische, börsenotierte Immobilienunternehmen Buwog hat das Baurecht auf dem Gelände des ehemaligen Rechenzentrums der Stadt Wien erworben. Verkäufer der Anteile an einer Entwicklungsgesellschaft, die über das Baurecht an der Liegenschaft verfügt, ist die WSE Wiener Stadtortentwicklung, eine Tochtergesellschaft der Wien Holding.

Teilen Sie unseren Beitrag
Michael Hule
Michael Hule

Die Buwog setzte sich in einem zweistufigen Bieterverfahren durch. Das ehemalige Rechenzentrum der Stadt Wien befindet sich in der Rathausstraße 1 im ersten Wiener Bezirk. Die Buwog plant, den sogenannten Glaspalast abzureißen und auf dem Gelände ihr neues Kunden- und Verwaltungszentrum zu errichten.

Ursprünglich hatte die Wien Holding mit ihrer Tochter WSE selbst das Gelände entwickeln wollen. Es sollte ein neues Büro- und Geschäftshaus errichtet werden, für das bereits ein Architektenwettbewerb durchgeführt worden war. Presseberichten zufolge scheiterte die Umsetzung aber unter anderem an einer Mindestvermietungsquote von 75 Prozent.

Die Buwog will nun selbst über den Neubau entscheiden. Ob sie die Pläne des Architektenwettbewerbs übernimmt, ist noch unklar. Das börsenotierte Immobilienunternehmen hält ein Portfolio von mehr als 51.000 Wohnungen in Österreich und Deutschland und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015/16 einen Umsatz von mehr als 490 Millionen Euro (ohne Betriebskostenvorauszahlungen). In Österreich arbeiten knapp 400 Mitarbeiter für das Unternehmen.

Unter dem Dach der Wien Holding sind rund 75 Unternehmen vereint, die in den Bereichen Kultur, Immobilien, Logistik und Medien tätig sind. Der Konzern befindet sich im Eigentum der Stadt Wien. Er erfüllt kommunale Aufgaben, ist privatwirtschaftlich organisiert und auf Ertrag ausgerichtet, unter Berücksichtigung gemeinwirtschaftlicher Ziele. Mit rund 2.900 MitarbeiterInnen erwirtschaftet die Wien Holding mit ihren Unternehmen einen jährlichen Umsatz von rund 500 Millionen Euro.

Berater Buwog
Hule Bachmayr-Heyda Nordberg (Wien): Dr. Michael Hule (Gesellschaftsrecht); Associates: Dr. Stephanie Langer (Immobilienrecht), Dr. Martin Frenzel (Gesellschaftsrecht)

Berater Wien Holding
Casati (Wien): Dr. Claus Casati (Vergaberecht)

Hintergrund: Michael Hule zählt zu den regelmäßigen Beratern der Buwog im Gesellschaftsrecht. Der neben Hule auch beteiligte Substitut Frenzel war erst im November 2016 von Dax & Partner zu Hule Bachmayr-Heyda Nordberg gewechselt. Die Kanzlei begleitet den Wohnimmobilienkonzern zudem regelmäßig vergaberechtlich bei Ausschreibungen, wie zum Beispiel 2014 die Buwog Demophon Immobilienvermietung bei der Ausschreibung der Ganztagesvolksschule im 23. Wiener Bezirk, die ebenfalls die Wien Holding durchgeführt hat. Hier war Hule Bachmayr-Heyda Nordberg-Namenspartner Dr. Christian Nordberg federführend.

Ein Schwerpunkt von Einzelanwalt Casati ist die vergaberechtliche Beratung von Auftraggebern. Hier zählt er Marktinformationen zufolge auch die Wien Holding zu seinen laufenden Mandanten.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de