Juve Plus Megadeal unter Stahl-Riesen

Gemeinsamer Großeinkauf von Noerr und Ropes & Gray für Nippon Steel

Der größte japanische Stahlkonzern, Nippon Steel, will seinen US-Rivalen United States Steel Corporation (U. S. Steel) übernehmen. Die Japaner zahlen 55 US-Dollar je Aktie in bar. Inklusive übernommener Schulden liegt die Gesamtbewertung bei umgerechnet 13,7 Milliarden Euro. 

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Nippon Steel verspricht sich laut Mitteilung von dem Kauf ein beschleunigtes Wachstum. Die Vorstände beider Unternehmen stünden hinter der Transaktion. Vorbehaltlich der Zustimmung der U.-S.-Steel-Aktionäre sowie der Behörden soll die Übernahme im zweiten oder dritten Quartal 2024 abgeschlossen werden.

Absage an US-Wettbewerber

Damit dürfte die Zukunft für den US-Konzern nun klar sein, nachdem dieser im Sommer ein Gebot über 7,25 Milliarden Dollar des US-Konzerns Cleveland-Cliffs abgelehnt hatte. Vor Bekanntwerden der Pläne von Cleveland-Cliffs hatten die Aktien von U. S. Steel weniger als 23 Dollar gekostet.

Laut Mitteilung plant Nippon Steel, die Transaktion hauptsächlich über Kredite bei japanischen Banken zu finanzieren. Das Unternehmen ist der größte Stahlhersteller Japans und hat über 100.000 Mitarbeitende in 15 Ländern. Nippon Steel hat in den vergangenen Jahren mehrere Joint Ventures und Akquisitionen getätigt, zuletzt 2014 den Erwerb von Thyssenkrupp Steel USA gemeinsam mit ArcelorMittal für 1,55 Milliarden Dollar.

U. S. Steel ist zu einem Drittel europäisch

Die United States Steel Corporation verfügt über Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten und in Europa – darunter die drittgrößte in der Slowakei. Über 8.000 Mitarbeitende von knapp 23.000 arbeiten in der EU. In Deutschland hat U. S. Steel einen Verkaufsstandort in Düsseldorf, außerdem in Frankreich, Italien und Tschechien. Der Hersteller beliefert die Automobil-, Bau-, Haushaltsgeräte-, Energie-, Container- und Verpackungsindustrie.

Martin Neuhaus

Berater Nippon Steel
Noerr: Dr. Martin Neuhaus (Düsseldorf), Barbara Kusak (Prag; beide Corporate/M&A), Pavol Rak (Arbeitsrecht/Corporate; Bratislava; alle Federführung), Florian Döpking (Düsseldorf), Petr Hrnčíř, Michal Janicek (beide Prag) Martin Tupek (Bratislava; alle Corporate/M&A), Ludek Chvosta (Bank- und Finanzrecht; Prag), Dr. Christian Dolff (Litigation; Düsseldorf); Associates: Lenka Hellingerová, Radim Kotlaba, Lucia Luptáková (alle Corporate/M&A; alle Prag), Tomas Zaborsky (Bratislava), Katarina Jendzelovska, Tereza Marek (beide Prag; alle Bank- und Finanzrecht), Martin Baraniak (IT), Adam Pichler (Immobilienrecht), Tomáš Vick (Regulierung; alle Bratislava) – aus dem Markt bekannt 
Ropes & Gray (New York): Ariel Deckelbaum, Suni Sreepada (beide Federführung; beide M&A) – aus dem Markt bekannt

Alexander Rinne

Berater U. S. Steel Corporation
Milbank (New York): Robert Kennedy, Iliana Ongun (beide Federführung; beide M&A), Fiona Schaeffer, Richard Parker (Kartellrecht), Mike Shah, James Beebe (Arbeitsrecht/Vorstandsvergütung), Max Goodman (Steuerrecht), Christopher Kwan (Fremdkapitalfinanzierung), Andrew Wellin (Kartellrecht); Associate: Dougless Howell (Federführung; M&A)
Milbank (München): Dr. Alexander Rinne; Associate: Marlies Zeck (beide Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt
Wachtell Lipton Rosen & Katz (New York): Joshua Cammaker, Jenna Levine, Locas Wozny, Mark Andriola (alle Federführung; alle M&A) – aus dem Markt bekannt
Kinstellar (Bratislava): Roman Oleksik (Kartellrecht/Beihilfe) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Nippon Steel setzt bei der Übernahme auf ein globales Team von Noerr und der New Yorker Kanzlei Ropes & Gray. Noerr hat den europäischen Teil der Transaktion für Nippon Steel beraten, der rund ein Viertel der 14-Milliarden-Transaktion ausmacht. Noerr und Ropes & Gray haben gemeinsam um das Mandat gepitcht.

Ropes & Gray-Partner Deckelbaum hat Nippon Steel bereits bei verschiedenen Partnerschaften und Investitionen beraten, darunter Joint Ventures mit Vallourec, bevor er Anfang des Jahres von Paul Weiss zu Ropes & Gray kam.

Milbank auf beiden Seiten des Atlantiks

Milbank und Wachtell haben das amerikanische Stahlunternehmen bereits beim Übernahmeversuch durch Cleveland-Cliffs im Sommer beraten.

Der Leiter der europäischen Kartellrechtspraxis von Milbank, Dr. Alexander Rinne, deckt mit einer Associate gegenwärtig die gesamte Fusions- und Investitionskontrolle außerhalb der Vereinigten Staaten ab. In den USA steuern die Partner Schaeffer und Wellin die Fusionsanmeldung nach US-Gesetz. Das Mandat beruht auf Corporate-Kontakten der US-Praxis. Der Global-Corporate-Partner Kennedy hat U. S. Steel bereits vor drei Jahren im Zusammenhang mit der Übernahme des restlichen Eigenkapitals von Big River Steel beraten.

Citi fungiert als Finanzberater von Nippon Steel, Barclays Capital, Goldman Sachs, LLC und Evercore fungieren als Finanzberater von U. S. Steel.

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