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Oppenhoff berät RWE Innogy bei Joint Venture mit 26 Stadtwerken

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Der Essener RWE-Konzern hat zusammen mit 26 Stadtwerken das Gemeinschaftsunternehmen 'Green Gecco' zur Erzeugung regenerativer Energien gegründet. An dem Joint Venture hält die für erneuerbare Energien zuständige RWE-Tochter RWE Innogy mit 51 Prozent die Mehrheit. 49 Prozent entfallen auf die Stadtwerke.

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Erstes Projekt des Joint Ventures ist der Hochseepark ‚An Suidhe‘ in Schottland. Der Windpark ist bereits im Bau und geht mit einer Leistung von 20 Megawatt voraussichtlich 2011 in Betrieb. Hierfür sollen Investitionen von zunächst rund 40 Millionen Euro nötig sein. Bis 2020 plant ‚Green Gecco‘ Investitionen in die Strom- und Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien von insgesamt rund einer Milliarde Euro. Die Kosten dafür bringen die Partner anteilig auf.

Bisher sind vorwiegend Stadtwerke aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an der Gesellschaft beteiligt. Dem Konsortium können sich jedoch nach wie vor weitere Partner anschließen.

Berater RWE Innogy
Oppenhoff & Partner (Köln): Dr. Lars Böttcher (Federführung; Gesellschaftsrecht), Stephan Müller (Vergaberecht), Henning Fischer (Energierecht), Dr. Maxim Kleine (Kartellrecht); Associate: Holger Hofmann (Vergaberecht)
Inhouse: Lydia Bittner (RWE Innogy Cogen; Dortmund), Gordon Dreyer (RWE Innogy; Essen)

Stadtwerke-Konsortium
Clifford Chance (Düsseldorf): Dr. Björn Heinlein (Federführung; Energierecht), Dr. Thomas Stohlmeier (Corporate), Dr. Marc Scheunemann (Tax), Dr. Joachim Schütze (Kartellrecht), Caroline Gilles (Corporate); Associates: Dr. Mathias Elspaß (Energierecht), Dr. Kvetuse Vicencová (Corporate), Dr. Achim Gronemeyer (Kartellrecht)

Hintergrund: Dass Oppenhoff die RWE-Tochter Innogy hier beriet, ist zwar nicht ganz überraschend, aber von einer gewissen Brisanz. In der Vergangenheit hatten Linklaters-Anwälte das britische Unternehmen Innogy 2002 bei der Übernahme durch RWE beraten (mehr…). In der Folge stand die Kanzlei häufiger an der Seite von Unternehmen der RWE-Gruppe, wie 2008 beim Erwerb von Windparks in Ungarn (mehr…) und 2009 bei einem Zwei-Milliarden-Liefervertrag mit dem Maschinenbauer Repower (mehr…).

Zuletzt trat jedoch immer wieder Oppenhoff an der Seite von RWE auf. Die Kanzlei war 2008 aus dem Kölner Linklaters-Büro hervorgegangen, als die britische Großkanzlei ihren Standort in der Domstadt geschlossen hatte, um ein neues Büro in Düsseldorf zu eröffnen. Ein Oppenhoff-Team unter Böttchers Leitung war etwa im vergangenen Jahr für die inzwischen verschmolzene RWE Energy beim Kauf des deutschen Nah- und Fernwärmegeschäfts von ExxonMobil Central Europe tätig (mehr..). Zudem begleitete Böttcher mit einem Team RWE Energy auch 2009 bei der Ausweitung ihrer Beteiligung an dem Softwarespezialisten PSI.

Soweit bekannt, traten bei den Verhandlungen mit RWE keine Inhouse-Juristen der beteiligten Stadtwerke auf. Die Abstimmung fand in einem Arbeitskreis Recht statt, an dem auch interne Juristen beteiligt waren. Nach außen trat ausschließlich Clifford auf.

Die Kanzlei hatte bereits 2008 bei einem Zusammenschluss von 23 Stadtwerken aus mehreren Bundesländern bei einem ähnlichen Projekt beraten: Unter dem Namen Gekko bauen RWE Power und ein Stadtwerke-Konsortium seit 2008 ein Kraftwerk in Hamm/Westfalen. Clifford kam damals über einen Beauty Contest ins Mandat, bei dem ebenfalls Partner Heinlein die Federführung hatte (mehr…). Zudem beriet Clifford im vergangenen Jahr ein Stadtwerke-Konsortium beim Kauf der Stadtwerke-Holding Thüga von E.on (mehr…).

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