Juve Plus AVM geht an Investor

Gründer steigen aus: Diese US-Kanzleien beraten bei Fritzbox-Deal

Die Gründer des Berliner Fritzbox-Herstellers AVM haben ihre Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen verkauft. Käuferin ist Rucio Investment Luxemburg, eine Tochter des in London ansässigen Family Office Imker Capital Partners.

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Die AVM-Pioniere um CEO Johannes Nill bleiben mit einem Minderheitsanteil als Gesellschafter an Bord und fungieren zudem als Beirat. Man sei den „Generationswechsel aktiv und systematisch angegangen, um den Erfolge von AVM fortzuschreiben“, so Nill in einer Mitteilung des Unternehmens, das der damalige Student mit zwei Kommilitonen und einem Schulfreund 1986 in Berlin-Neukölln gegründet hatte.

2023 erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 890 Mitarbeitenden einen Umsatz von 580 Millionen Euro. Bisher sind die Berliner überwiegend im deutschsprachigen Markt vertreten, nun strebe man „eine verstärkte Internationalisierung“ an.

Imker Capital Partners ist das Family Office des Niederländers Rolly van Rappard. Er war 1981 einer der Mitgründer des Finanzinvestors CVC.

Ansgar Wimber

Auch Paragon Partners hatte sich für AVM interessiert.

Berater Imker Capital Partners
Weil Gotshal & Manges (Frankfurt): Dr. Ansgar Wimber (Federführung), Florian Wessel (München), Dr. Heiner Drueke (alle Private Equity), Thomas Zimmermann (Bank- und Finanzrecht), Dr. Konstantin Hoppe (IP/IT), Steffen Giolda (Kartellrecht; alle drei München); Associates: Markus Henrich, Lucas Ottowitz (beide Private Equity), Silvia Lengauer (Bank- und Finanzrecht; beide München)
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Frank Laudenklos (Federführung); Associate: Dr. Dennis Chinnow (beide Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt

Jan Bauer

Berater Gründer AVM
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Frankfurt): Dr. Jan Bauer, Dr. Rüdiger Schmidt-Bendun (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Johannes Frey (Steuerrecht), Lukas Nein (Corporate/M&A), Dr. Frank-M. Schwarz (Steuerrecht), Thorsten Götz (Kartellrecht), Dr. Ulrich Ziegler (Arbeitsrecht), Dr. Jörg Hanke (Bank- und Finanzrecht), Susanne Werry (IP/IT); Associates: Alexander Hoeffler, Dr. Jermaine Washington (beide Corporate/M&A), Dr. Fabian Uebele (Kartellrecht)
KNPZ (Hamburg): Dr. Kai-Uwe Plath (Federführung); Associate: Dr. Enno ter Hazeborg (beide IP/IT)

Berater Bieterin Paragon
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Martin Ulbrich (Federführung), Dr. Katharina Hesse (beide Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt

Notariat
Hanf Obermann (Frankfurt): Dr. Konstantin von Dryander – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Das Mandat für das Frankfurter Team von Weil ergab sich über eine bestehende Mandantenbeziehung zu dem Leiter der DACH-Investitionen von Imker Capital. Der Kontakt stammt noch aus dessen Tätigkeit für Advent International. Ergänzend beriet nach Marktinformationen Freshfields-Partner Laudenklos zur Finanzierung.

Skadden kam über einen Pitch und die vorherige Empfehlung der M&A-Beraterin Lincoln an das Mandat. Mit Lincoln hatte Bauers Team etwa 2021 beim Verkauf des Bottroper Pumpenspezialisten Seepex an die US-Investorin Ingersoll Rand zusammengearbeitet. Auch hier verkauften Gründer ein langjährig aufgebautes und erfolgreiches Unternehmen.

Für rechtliche Fragen zu IP/IT hat Skadden einmal mehr ein Team der Hamburger Spezialkanzlei KNPZ hinzugezogen.

Ein Team von Norton Rose Fulbright beriet nach JUVE-Informationen das finanzierende Bankenkonsortium.

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