Gute Akustik im Konzerthaus

Freistaat Bayern erteilt Zuschlag mit Lutz Abel

Das neue Konzerthaus in München ist ein Prestigeprojekt. Es soll die Elbphilharmonie des Südens und Heimat des renommierten Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks werden. Dem neuen Gebäude soll der kanadische Akustikexperte Tateo Nakajima vom Londoner Designbüro Arup einen individuellen Klang verleihen. Den Zuschlag erteilte der Freistaat Bayern nach einem weltweiten Ausschreibungsverfahren.

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Tobias Osseforth
Tobias Osseforth

Tateo Nakajima kündigte bei der Vertragsübergabe im Münchner Werksviertel an, dass er vor allem eng mit dem Bregenzer Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur zusammenarbeiten werde, das für den Bau verantwortlich zeichnet. Neben dem Klang spielen für ihn verschiedene Elemente wie Licht, Farben und Oberflächen eine Rolle. Nakajima hat bereits Akustikkonzepte für Konzertsäle in Montreal, Luzern und São Paulo entwickelt.

Das neue Konzerthaus am Münchner Ostbahnhof soll nicht nur das Symphonieorchester beherbergen, sondern auch künstlerisches Labor der Hochschule für Musik und Theater München werden sowie Gastspiele anderer Orchester, Ensembles und Konzertveranstalter ermöglichen. Wann tatsächlich rund 2.600 Zuhörer und Musiker in drei Sälen gleichzeitig Konzerte erleben können, bleibt weiter offen. Bis Mitte 2020 sollen die Vorplanungen abgeschlossen sein.

Berater Freistaat Bayern
Lutz Abel (München): Tobias Osseforth (Federführung), Hendrik Stamm (beide Vergabe- und Architektenrecht) 

Berater Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Inhouse Recht (München): Dr. Markus Meckler, Roman Weifenbach (beide Vergabe-, Bau- und Architektenrecht)

Berater Staatliches Bauamt München 1
Inhouse Recht (München): Gerhard Steiner, Natalie Stark (beide Vergabe- und Architektenrecht)

Berater Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Inhouse Recht (München): Dr. Thomas Osterkamp (Ministerialrat)

Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt.

Die vergaberechtliche Herausforderung lag dem Vernehmen nach darin, sehr differenzierte Zuschlagskriterien zu entwickeln und anzuwenden. Das Verfahren wurde in enger Abstimmung mit den Künstlern aufgesetzt, um akustische, künstlerische und musikalische Wünsche in die Ausschreibung einfließen zu lassen.

Regierungsrätin Natalie Stark, die das Verfahren im Staatlichen Bauamt München begleitete, ist eine frühere Associate von Pinsent Masons und Eversheds Sutherland.

Das Akustikbüro Arup verzichtete nach Marktinformation auf Rechtsberatung.

Lutz Abel ist mit dem Großprojekt Konzerthaus München schon länger vertraut: Kanzleipartner Osseforth war bereits eingebunden in das vergaberechtliche Nachprüfungsverfahren zur ersten großen Ausschreibung, die die Architekturleistung betraf. Der Architekt Prof. Stephan Braunfels hatte sich von der Teilnahme am Architektenwettbewerb ausgeschlossen gesehen und war dagegen gerichtlich vorgegangen. Nachdem schon die Vergabekammer seine Nichtberücksichtigung gebilligt hatte, wies auch das Oberlandesgericht München im Spätsommer 2017 in zweiter Instanz die sofortige Beschwerde des Architekten gegen die erste Entscheidung zurück und machte so den Weg frei zur Auswertung des Architektenwettbewerbs.

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