Die Deutsche Telekom plant, ihr Mobilfunknetz durch eine Satellitenverbindung zu ergänzen. Gemeinsam mit dem US-Unternehmen Starlink will sie ab 2028 eine sogenannte Direct-to-Device-Technologie in mehreren europäischen Märkten einführen, darunter auch Deutschland. Kompatible Smartphones sollen sich automatisch mit Satelliten verbinden, sobald sie ihr terrestrisches Mobilfunksignal verlieren.
Die Partnerschaft soll die Mobilfunkversorgung in Regionen ermöglichen, in denen der klassische Netzausbau aufgrund von Topografie oder behördlichen Auflagen schwierig ist. Für Starlink ist die Vereinbarung die erste ihrer Art in Europa, bei der Starlinks „V2 next-generation Technology“ einführt wird. Der Dienst wird ausschließlich im MSS-Spektrum (Mobile Satellite Service) von Starlink betrieben.
Starlink, dessen Netzwerk inzwischen aus mehreren tausend Satelliten über allen Kontinenten besteht, ist ein Geschäftsbereich von Space Exploration Technologies (SpaceX). Das von Elon Musk gegründete Unternehmen deckt zahlreiche Bereiche der Weltallindustrie ab und bereitet derzeit den Börsengang vor.
Die Deutsche Telekom will durch die Kooperation die Resilienz ihres Mobilfunknetzes erhöhen. Sie hat nach eigener Aussage hierzulande bereits die größte 5G-Flächenabdeckung, mit nahezu 90 Prozent des Bundesgebietes.
Berater Deutsche Telekom
Inhouse Recht (Bonn): Dr. Peter Schichl (Head of Legal Services Technology & Procurement), Verena Hoffmann (Senior Legal Counsel)
Berater Starlink /SpaceX Exploration Technologies
Inhouse Recht (Washington): Michael Sagan (Deputy General Counsel), Jordan Thomson (Counsel) – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Aufseiten der Deutschen Telekom verhandelte den Vertrag das Legal Team, das die Beschaffungsprozesse betreut. Angeführt wird das Team schon langjährig von Syndikus Schichl. Als Chief Legal Tech Officer hat er nicht nur internationale Partnerschaften im Fokus, sondern ist mit seinem Team auch für die technologische Weiterentwicklung der Rechtsabteilung zuständig. Hier wurde er unterstützt von Senior Counsel Verena Hoffmann, die bereits seit siebzehn Jahren bei dem Telekommunikationskonzern arbeitet.
Auch aufseiten von SpaceX setzte man nach JUVE-Informationen auf langjährige Unternehmensjuristen. Deputy General Counsel Sagan etwa ist seit 2009 für den US-Konzern tätig.