Juve Plus Nordsee-Windparks

RWE und Northland addieren mit CMS und Eversheds Offshore-Projekte

Der Energiekonzern RWE verstärkt seine Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien. Gemeinsam mit dem kanadischen Elektrizitätsversorger Northland Power sollen drei Windparks mit einer Gesamtkapazität von 1,3 Gigawatt entwickelt werden. Dafür wurde ein Joint Venture gegründet, an dem RWE 51 Prozent hält.  

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Werner Brickwedde

In das Unternehmen bringt Northland Power seine beiden Projekte Nordsee Two und Three ein, an denen RWE zuletzt 15 Prozent hielt. RWE selbst gibt sein Projekt Delta in das Gemeinschaftsunternehmen, das die drei Windparks entwickeln und bauen soll. Die Fertigstellung ist für 2026 beziehungsweise 2028 geplant. Gemessen an der Leistung der geplanten Windparks dürften bis dahin mindestens 2,6 Milliarden Euro investiert werden.

Alte Beziehung

Dieses Gemeinschaftsunternehmen ist nicht das erste zwischen Northland Power und RWE. Bereits für den Bau des Windparks Nordsee One schlossen die beiden Stromerzeuger sich zusammen. Damals übernahm die kanadische Northland 85 Prozent an dem Unternehmen, in das die RWE-Tochter Innogy vor allem Dienstleistungen und Erfahrungen in der Offshore-Industrie einbringt. Nordsee One ist seit 2017 in Betrieb.

Ambitionierte Ziele

Im Zuge des Aktientauschs mit E.on übernahm RWE deren Sparte für erneuerbare Energien. Ebenfalls zur Sparte gehören die Innogy-Aktivitäten in dem Bereich. Unter dem Namen RWE Renewables forciert die Gesellschaft heute den Ausbau von erneuerbaren Energien insbesondere auch in Deutschland. 

Die Ziele der RWE Renewables sind ambitioniert: Der Essener Versorger plant bis zum Ende des Jahrzehnts sein Portfolio an erneuerbaren Energien auf 50 Gigawatt auszubauen. Die Kapazitäten im Bereich Offshore-Wind sollen bis 2030 von derzeit 2,4 auf 8 Gigawatt mehr als verdreifacht werden.

Berater RWE
Inhouse Recht (Essen): Jutta Dissen (Director Partnerships & Transactions), Zsuzsanna Sessel-Zsebik (Director Legal; beide Federführung), James Kothanikkel, Aleksandra Vuks (Partnerships & Transactions), Katja Koch (Legal Counsel; Solingen)
Eversheds Sutherland (Düsseldorf): Dr. Werner Brickwedde (Federführung; Corporate/M&A), Daniel von Brevern (Kartellrecht), Dr. Simon Weppner (Steuerrecht), Dr. Martin Weitenberg (Energierecht), Alexander Dartsch (Corporate/M&A); Associates: Luise Paulsen (Corporate/M&A; München), Niklas Schilawa (Steuerrecht)
Pusch Wahlig (Düsseldorf): Marijke van der Most, Anna Martin (München, beide Arbeitsrecht)

Holger Kraft

Berater Northland Power
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Dr. Holger Kraft (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Martin Mohr (Steuerrecht; Stuttgart), Jürgen Siemers, Sören Seidel (beide Arbeitsrecht), Christoff Soltau, Dr. Markus Schöner (beide Kartellrecht), Dr. Nikolas Gregor (IP), Matthias Sethmann (Corporate/M&A), Dr. Olaf Thießen (Steuerrecht); Associates: Dr. Luise Pelzer, Marvin Hoffmann, Dr. Stefan Kühl (alle Corporate/M&A), Tobias Duhe (Kartellrecht), Svenja Kasimir (Regulierung), Yannik Mügge (Immobilienrecht), Dr. Philipp Nonnenmühlen (Arbeitsrecht)

Notar
Hauschild Böttcher (Düsseldorf): Dr. Armin Hauschild – aus dem Markt bekannt

Zsuzsanna Sessel-Zsebik

Hintergrund: Bei RWE war das Inhouse-Team der Renewables-Tochter um Dissen und Sessel-Zsebik maßgeblich für die Zusammenlegung der Projekteinheiten verantwortlich. Beide waren in einem Team von insgesamt fast 40 Inhouse-Juristen Ende 2019 zu RWE gewechselt. 

Für die Joint Venture-Gründung zog das Team Eversheds-Partner Brickwedde samt Team hinzu. Der Transaktionsspezialist war Mitte 2020 von Clifford Chance zu Eversheds gewechselt, gefolgt von Weitenberg. Zusammen hatten sie schon kurz nach ihrem Start bei Eversheds die Norges Bank Investment Management (NBIM) zum Einstieg bei den niederländischen Offshore-Projekten Borssele 1 & 2 beraten.

Nach Steuerrecht kommt Arbeitsrecht

Northland Power setzte wie schon beim Investment in das Projekt Nordsee One auf ein CMS-Team um Partner Kraft aus Hamburg. Die Kanadier, die sich auch regelmäßig von Hogan Lovells beraten lassen, gaben in diesem Fall erneut CMS das Mandat. Neben gesellschafts- und steuerrechtlichen Themen rangierte dem Vernehmen nach auch das Arbeitsrecht hoch im Beratungskomplex.

Armin Hauschild

Das Thema ist von Bedeutung gewesen, weil Northern Power eigene Arbeitnehmer an das Joint Venture abbestellen möchte. Bei RWE, wo das Thema Arbeitsrecht nach JUVE-Informationen einen deutlich kleineren Part einnahm, beriet Pusch Wahlig dazu.

Beurkundet wurde das Joint Venture von Hauschild in Düsseldorf. Der Notar bietet seine Leistungen seit Anfang 2021 zusammen mit Dr. Leif Böttcher an.

Teaserbild: Juve Verlag

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