Kapitalerhöhung

RWE besorgt sich mit Freshfields und Sullivan zwei Milliarden Euro

Der Stromkonzern RWE holt sich über eine Kapitalerhöhung zwei Milliarden Euro, unter anderem für den Ausbau des Geschäfts mit alternativen Energien. Gut 61 Millionen neue Aktien seien für 32,55 Euro je Stück verkauft worden, teilte das Unternehmen mit.

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Christian Kuhn
Christian Kuhn

Den Nettoerlös will RWE in den zusätzlichen, kurzfristigen Ausbau des Geschäfts mit alternativen Energien und die Weiterentwicklung der Produkt-Pipeline stecken. Dabei will RWE über das bisherige Ziel hinausgehen, bis Ende 2022 die installierte Leistung auf mehr als 13 Gigawatt netto zu erhöhen und rund 5 Milliarden Euro netto in alternative Energien zu investieren.

Im Zuge des Kohleausstiegs wird RWE ab Ende des Jahres schrittweise seine Braunkohlekraftwerke im rheinischen Revier abschalten. Zuletzt hatte RWE die Übernahme des Entwicklungsgeschäfts für Onshore-Windkraft- und Solarprojekte des angeschlagenen Windradbauers Nordex angekündigt. Nordex soll dafür etwa 400 Millionen Euro erhalten.

Rick van Aerssen
Rick van Aerssen

Das beteiligte Bankenkonsortium besteht unter anderem aus Goldman Sachs, Barclays und Bank of America.

Berater RWE
Inhouse Recht (Essen): Dr. Christian Kuhn (Head of Corporate, Capital Market and Civil Law), Karin Sperber (Legal Counsel Capital Market), Dr. Ulrich Rust (General Counsel)
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Rick van Aerssen, Dr. Christoph Gleske (beide Kapitalmarktrecht); Associates: Siegfried Büttner, Nikolaus Bunting, Anahit Gasparyan (alle Global Transactions/Corporate)

Berater Banken
Sullivan & Cromwell (Frankfurt): Dr. Carsten Berrar, Dr. Clemens Rechberger, Dr. Lars Rüve; Associates: Wolfram von Frankenberg, Daniel Kornack (alle Kapitalmarktrecht)

Carsten Berrar
Carsten Berrar

Hintergrund: Freshfields ist seit dem Innogy-Verkauf gesetzte Beraterin von RWE im Transaktionsgeschäft und daran angrenzenden Rechtsgebieten, wie in diesem Fall dem Kapitalmarktrecht. Ein Corporate-Team brachte kürzlich auch den Nordex-Deal über die Bühne. Die milliardenschwere Kapitalerhöhung leiteten die Börsenexperten van Aerssen und Gleske für Freshfields und Inhouse der Chef der kapitalmarktrechtlichen Abteilung, Kuhn.

Sullivan war schon einmal 2011 bei einer Zwei-Milliarden-Kapitalmarktfinanzierung von RWE auf Bankenseite eingeschaltet. Die schon damals enge Beziehung zwischen Sullivan-Partner Berrar und der ebenfalls involvierten Goldman Sachs hat seitdem nicht gelitten.

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