Kaufhauskette

P&C geht mit Hengeler und Baker Tilly ins Magasin du Nord

Der Düsseldorfer Modehändler Peek & Cloppenburg übernimmt die dänische Kaufhauskette Magasin du Nord. Das traditionsreiche Unternehmen mit Hauptsitz in Kopenhagen gehörte zuletzt dem britischen Kaufhausbetreiber Debenhams, der schon im Frühjahr 2019 in Schwierigkeiten kam und im Dezember 2020 abgewickelt wurde.

Teilen Sie unseren Beitrag
Christian Möller
Christian Möller

Mit dem Erwerb von Magasin du Nord betritt P&C einen neuen europäischen Markt. Magasin du Nord wurde 1868 gegründet und verfügt über sieben Häuser in Kopenhagen, Lyngby, Roedovre, Fields, Odense, Aarhus und Aalborg sowie einen dänischen Onlineshop. Seit 2009 wurde das Unternehmen unter dem Dach der inzwischen insolventen britischen Kaufhauskette Debenhams als eigenständiges Unternehmen geführt.

Peek & Cloppenburg, mit Sitz in Düsseldorf und Wien, betreibt rund 140 P&C- und Anson’s Verkaufshäuser in 15 Ländern sowie über die Tochtergesellschaft Fashion ID diverse internationale Onlineshops. Daneben gibt es noch das rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit Sitz in Hamburg, das vor allem im Norden von Deutschland aktiv ist.

Oliver Hubertus
Oliver Hubertus

Berater Peek & Cloppenburg
Inhouse Recht (Düsseldorf): Dr. Stella Greisbach (Head of M&A and Special Projects), Marcello Toscani (Head of Legal)
Inhouse Steuern (Düsseldorf): Thomas Bredlow (Steuern)
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Christian Möller, Dr. Georg Seyfarth; Associates: Jil Kalender, Dr. Alexander von Bernstorff (alle Corporate/M&A)
Horten (Kopenhagen): Hans Pape; Associates: Marie Lind, Malene Hansen (alle Corporate/M&A)
Baker Tilly (München): Oliver Hubertus, Uwe Roth, Lars Brandt (Kopenhagen; alle Steuern)

Berater Debenhams-Insolvenzverwalter/FRP Adivsory
Plesner (Kopenhagen): Thomas  Laursen (Corporate/M&A); Associates: Morten Ottesen, Frederik  Brodersen, Louise Lund (alle Finanzrecht)

Hintergrund: Während sich Debenhams in einem Insolvenzverfahren nach UK-Recht befindet, wurde Magasin du Nord im Rahmen eines strukturierten Bieterverfahrens veräußert. Nach JUVE-Informationen wurde die Transaktion nach dänischem Recht abgeschlossen und von den Inhouse-Abteilungen des Düsseldorfer Modefilialisten mitgestaltet.

Hengeler arbeitete hier mit der dänischen Kanzlei Horten zusammen, die in der Vergangenheit beispielsweise auch an der Seite von Linklaters und Orrick Herrington & Sutcliffe bei Transaktionen mit Skandinavienbezug zu sehen war.

Hengeler war bereits zuvor für P&C tätig, als deren Tochter Fashion ID im Herbst 2019 von Stylebob die Marken und Domains zur gleichnamigen Online-Luxusplattform aus der Insolvenz übernahm. Die Federführung teilten sich seinerzeit der Berliner Restrukturierungsexperte Dr. Martin Tasma und der Transaktionsanwalt Dr. Maximilian Schiessl. Dieses Mal waren – mit einem deutlich kleineren Transaktionsteam – die M&A-Anwälte Möller und Seyfarth im Einsatz.

Weitere Aspekte im aktuellen Ankauf klärte Baker Tilly, die Peek & Cloppenburg auch schon seit einiger Zeit zu diversen Themen berät. Die multidiziplinäre Einheit übernahm die Financial und Tax Due Diligence sowie vor allem die steuerliche Strukturierung. 

Steuer-Partner Hubertus war dafür direkt von dem Handelsunternehmen angesprochen worden. Baker Tilly hat transaktionserfahrene Partner in Kopenhagen und betreibt seit Langem einen Nordic Desk, der von dem deutsch-schwedischen Anwalt Dr. Ralf Ek von Frankfurt aus geleitet wird.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema