Krebstherapie

Freshfields und Honert beraten BioNTech bei Deal mit Eli Lilly

Das Mainzer Unternehmen BioNTech und der amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly haben eine Entwicklungs- und Forschungskooperation zu neuartigen Krebsimmuntherapien geschlossen. Zudem beteiligt sich Lilly an einer Tochtergesellschaft von BioNTech.

Teilen Sie unseren Beitrag
Jochen Dieselhorst
Jochen Dieselhorst

Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung erhält BioNTech von Lilly eine Vertragsabschlusszahlung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Zusätzlich leistet Lilly pro erfolgreich entwickelter Therapie Meilensteinzahlungen von bis zu 300 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen Lizenzgebühren in einem bis zu zweistelligen Prozentsatz auf Umsatzerlöse, die BioNTech mit der neu entwickelten Immunonkologie erzielt.

Parallel beteiligen sich die Amerikaner mit 30 Millionen US-Dollar an der BioNTech-Tochter Cell & Gene Therapies, die auf die Entwicklung von Immunotherapeutika spezialisiert ist.

Lilly hat seinen Hauptsitz in Indianapolis, USA. Mit rund 41.000 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftete es zuletzt einen Umsatz von rund 19 Milliarden Dollar.

BioNTech wurde erst 2008 als Holdinggesellschaft aufgesetzt, mit dem Strüngmann Family Office als Hauptanteilseigner. Unter dem Dach der Muttergesellschaft operieren mehrere Tochterfirmen mit jeweils eigenen Forschungsschwerpunkten und Patentportfolios. Die junge Unternehmensgruppe, die maßgeblich von Forschern und Wissenschaftlern mitbegründet wurde, beschäftigt derzeit knapp 400 Mitarbeiter.

Berater BioNTech:
Freshfields Bruckhaus Deringer (Hamburg): Dr. Jochen Dieselhorst (Federführung; IP/IT), Dr. Ulrich Blaas (Steuerrecht), Dr. Natascha Doll (Gesellschaftsrecht/M&A); Associates: Börge Seeger, Dr. Philipp Dohnke (beide IP/IT), Mauritz von Einem (Steuerrecht), Miriam Wegner (beide Gesellschaftsrecht/M&A). 
Honert + Partner (München): Sven Fritsche, Dr. Ralph Obser (beide Private Equity)
Inhouse Recht (Mainz): Silvia Reuschenbach, Dr. Rainer Ibel
Inhouse IP (Mainz): Wolfgang Bäcker, Thomas Engelen

Berater Eli Lilly:
Wyrick (Raleigh/North Carolina): Ken Ehemann; Associate: Clay Martin
Sibeth (München): Dr. Dagobert Nitzsche (Federführung; Gesellschaftsrecht), Julia Wiefel (IP); Associates: Dr. Dominik Penners (Gesellschaftsrecht)
Inhouse Recht (Indianapolis): David Trummel

Hintergrund: Freshfields hatte BioNTech bisher noch nicht beraten, ist aber regelmäßig bei Kooperationen in der Biotech- und Pharmabranche aktiv und wurde aus diesem Grund von dem Unternehmen angesprochen. So beriet Freshfields unter anderem kürzlich Nabriva Therapeutics bei dem Abschluss einer Finanzierungsrunde über 120 Millionen US-Dollar. Inzwischen hat BioNTech Freshfields erneut mandatiert: Bei der Kooperation, die sich ebenfalls auf Krebstherapien konzentriert, und mit der schwedischen Genmab geschlossen wurde, berieten Dr. Jochen Dieselhorst und sein IP-Kollege Dr. Philipp Dohnke.

Dass BioNTech, was die Eigenkapitalseite betrifft, auf Honert setzte, ist keine Überraschung. Schließlich berät Honert-Partner Fritsche die Gesellschafter Thomas und Andreas Strüngmann schon lange. Die früheren Hexal-Eigner halten etliche Beteiligungen, insbesondere in der Pharmabranche. Fritsche hat die Brüder beispielsweise kürzlich bei der Übernahme von SuppreMol durch Baxter beraten. An SuppreMol waren die Strüngmanns über die Santo Holding beteiligt.

Für Sibeth ist die Mandatierung durch Eli Lilly neu und kam durch das internationale Netzwerk zustande. Wyrick ist die amerikanische Partnerkanzlei von Sibeth und hat die Münchner ins Mandat geholt.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema

Deals Biotech

Nabriva schließt mit Freshfields Finanzierungsrunde ab

Markt und Management Schwere Zeiten

Weggang von Corporate-Partner versetzt RP Richter weiteren Schlag

Deals Pharma

Baxter übernimmt SuppreMol mit Kirkland