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Logistiker Rhenus kauft mit Kümmerlein Entwickler von Lieferkettensoftware

Der Logistikkonzern Rhenus ergänzt sein Portfolio mit dem Softwareanbieter Setlog. Zentrales Produkt des Bochumer Unternehmens ist ein cloudbasiertes Softwaretool für Lieferkettenmanagement und Corporate Social Responsibility.

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Setlog bleibt unter dem Dach von Rhenus als eigenständige und unabhängige Marke bestehen. Die Kunden des 2001 von Guido Brackelsberg, Ralf Düster und Jakob Gielen gegründeten Unternehmens, das heute rund 60 Mitarbeiter beschäftigt, stammen überwiegend aus den Bereichen Konsumgüter sowie Textil und Bekleidung.

Beispielsweise setzt auch das Unternehmen des 2019 verstorbenen Modeschöpfers Karl Lagerfeld auf Setlogs Software Osca und erhofft sich von deren Einsatz mehr Lieferkettentransparenz im digitalen Geschäft.

Rhenus und Setlog kennen sich bereits durch ihre Zusammenarbeit in der gemeinnützigen Stiftung Open Logistics Foundation, die 2021 von den Branchengrößen Dachser, DB Schenker, Duisport und Rhenus sowie dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML gegründet wurde. Die Technologieinitiative will die Digitalisierung in Logistik und Supply-Chain-Management auf der Basis von Open Source vorantreiben und logistische Prozesse vereinheitlichen.

Verkäufer der Anteile waren neben den Gründern und dem Management der Setlog Holding AG auch institutionelle Kapitalgeber und Mitarbeiter der Unternehmensgruppe. Das Team rückt nun unter das Dach eines Konzerns, der nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 8,6 Milliarden Euro verbucht und 39.000 Mitarbeiter an 1.120 Standorten beschäftigt. 

Joachim Gores

Berater Rhenus
Kümmerlein (Essen): Dr. Joachim Gores (Federführung), Phil Podann (beide Corporate/M&A), Patrick Libuda (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Noëlly Jaspers (IT/IP), Theresa Pistorius (Handelsrecht)

Thomas Austmann

Berater Setlog
Austmann & Partner (Düsseldorf): Thomas Austmann (Federführung), Dr. Norman Kulpa (beide Corporate/M&A), Stefan Lohmann (Steuerrecht)

Hintergrund: Der Rhenus-Konzern setzt seit mehr als zwei Jahrzehnten auf Kümmerlein. Die Kanzlei ist regelmäßig bei Transaktionen auf der Seite der Unternehmensgruppe tätig, zuletzt 2021 beim Erwerb des mittelständischen Gelsenkirchener Logistikdienstleisters Loxx. Partner Gores war vorher unter anderem 2016 beim Kauf der Automobilsparte von Ferrostaal sowie 2017 bei der Beteiligung an Akron Shipping mandatiert. Kümmerlein berät Unternehmen der Rhenus-Gruppe zudem regelmäßig zu Rechtsfragen des operativen Geschäfts.

Austmann-Gründungspartner Thomas Austmann ist Aufsichtsratsmitglied der 2017 gegründeten Setlog Holding AG und berät die Gruppe seit ihren Ursprüngen als GmbH vor 20 Jahren.

Eine besondere Herausforderung der Transaktion war nach Meinung Beteiligter die Koordination der zahlreichen Verkäufer, da neben den Gründern und der Führungskräfteebene auch private und öffentlich-rechtliche Investoren zum Aktionärskreis gehörten.

    

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