Molekulardiagnostik

Piramal kauf mit Klinkert Zindel Bayer-Portfolio

Die Bayer-Sparte Healthcare hat sich von einem Molekulardiagnostik-Portfolio getrennt. Neuer Besitzer ist der indische Pharmakonzern Piramal Healthcare. Kern des Portfolios ist das noch in der Entwicklung befindliche Alzheimer-Medikament Florbetaben. Das Umsatzpotenzial der Arznei schätzt Piramal auf bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar ein.

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Hermann Schlindwein
Hermann Schlindwein

Piramal Healthcare ist in Asien, Europa und Nordamerika aktiv und setzte 2011 rund 650 Millionen US-Dollar um. Neben der Healthcare-Sparte gehören zu Piramal auch die Geschäftsbereiche Life Science, Glass und Realty. Mit diesen Sparten erwirtschaftete der ehemalige Textilkonzern 2011 zusätzlich knapp 300 Millionen US-Dollar.

Berater Piramal
Stephenson Harwood (London): Andrew Edge (Federführung; Corporate), Dan Holland (Commercial), Eifion Morris (IP); Associates: Becky Vernon, Rebecca Clark, Mark Kramer, Rob Jacob
Klinkert Zindel und Partner (Frankfurt): Dr. Hermann Schlindwein (M&A), Dr. Friedrich Klinkert; Associate: Nora Keßler (beide IP)
Bär & Karrer (Genf): Cédric Chapuis; Associate: Vanessa Déglise (beide M&A)

Berater Bayer Healthcare
Clifford Chance (Düsseldorf): Dr. Christoph Witte (Corporate); Associate: Christian Hübner (Corporate/Healthcare)
Inhouse (Leverkusen): Dr. Jan Heinemann (Head of Legal/M&A), Dr. Eva Schmid, Yanlai Luo

Hintergrund: Clifford Chance war zunächst bis vor wenigen Jahren vor allem im Pharma- und Kartellrecht für Bayer Healthcare tätig. Corporate-Partner Witte begleitete dann verschiedene Transaktionen, so etwa die Übernahme einer Medikamentensparte des amerikanischen Wettbewerbers Sagmel im Jahr 2008 (mehr…).

Stephenson Harwood hatte Piramal bereits beim Verkauf des indischen Inlands-Arzneimittelgeschäfts 2010 begleitet. Die Sparte ging damals für 3,7 Milliarden US-Dollar an den amerikanischen Pharmakonzern Abbott. Beim Bayer-Deal zogen die britischen Anwälte erstmals die Frankfurter IP- und Prozessboutique Klinkert Zindel hinzu für das deutsche Recht. Transaktionsberater Schlindwein war 2011 von Ashurst gewechselt, wo bis 2010 auch Stephenson Harwood-Anwalt Edge tätig war.

Im schweizerischen Recht beriet mit Bär & Karrer eine der größten Kanzleien des Landes. Auch der Genfer M&A-Partner Chapuis arbeitete schon in der Vergangenheit wiederholt mit Edge zusammen.

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