Musicalgeschäft

Stage Enterntainment wird mit CMS amerikanisch

Autor/en
  • JUVE

Der US-Unterhaltungskonzern Advance Publications hat die Musicalgruppe Stage Entertainment erworben. Verkäufer sind der Finanzinvestor CVC Capital Partners und Stage-Gründer Joop van den Ende. Nach einem Teilverkauf 2015 hielt van den Ende über die Holding Chios Group International noch 40 Prozent der Anteile, CVC 60 Prozent. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende des Jahres erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.

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Leutner_Gerd
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Stage Entertainment wurde 1998 gegründet und beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter weltweit, ihr Schwerpunkt liegt allerdings auf Deutschland. Allein hierzulande betreibt die Gruppe 13 von international insgesamt 20 Musicaltheatern, darunter in Hamburg („König der Löwen“, „Mary Poppins“), in Berlin (Theater des Westens) sowie in Stuttgart, Essen, Oberhausen und München.

Das Unternehmen, das zur gleichnamigen niederländischen Muttergesellschaft mit Sitz in Amsterdam gehört, hält die Rechte an diversen eigenen sowie an weiteren lizenzierten Produktionen. Es betreibt Spielstätten in zwölf Ländern, unter anderem auch am Broadway in New York.

Ursprünglich gehörte der Musicalproduzent als Live Entertainment Division zur niederländischen Fernsehproduktionsfirma Endemol, die in Deutschland vor allem mit der „Traumhochzeit“ Bekanntheit erlangte, die von der Schwester des Gründers John de Mol moderiert wurde. 1998 lagerte Mitgründer Joop van den Ende die Stage Holding aus, die seit 2005 Stage Entertainment heißt.

Advance Publications ist ein 1922 gegründetes Unternehmen in Familienhand, das weltweit in eine breite Palette von Medien-, Kommunikations- und Technologieunternehmen investiert. Zu den europäischen Beteiligungen gehören Condé Nast-Marken wie Vogue, Vanity Fair, GQ und Wired sowie das Sportkonferenzgeschäft Leaders sowie die TV-Marken Eurosport und Discovery über ihre Beteiligung an Discovery.

Berater Advance Publications
CMS Hasche Sigle (Berlin): Dr. Gerd Leutner, Louise Wallace (London), Reinout Slot (Amsterdam; alle Corporate), John Enser (TMT; alle Federführung), Stephen Hignett (Steuern; alle London), Martijn van der Bie (Amsterdam), Alexandre Delhaye (Neuilly-sur-Seine), Mariano Bautista (Madrid), Marco Casasole (Rom), Vladimir Zenin (Moskau; alle Corporate/M&A), Dolf Segaar (Corporate Governance; beide Amsterdam), Dr. Andreas Otto (Federführung), Arnout Scholten, Femke Stroucken (beide Amsterdam), Florence Cherel (Neuilly-sur-Seine; alle Immobilienwirtschaftsrecht), Andrew Quayle (London), Katja van Kranenburg (beide Federführung; Amsterdam), Dr. Sören Langner, Prof. Dr. Marion Bernhardt, Dr. Andreas Hofelich, Dr. Gerlind Wisskirchen (beide Köln), Caroline Froger-Michon (Neuilly-sur-Seine; alle Arbeitsrecht), Dr. Ole Jani (Medien/IP), Paola Nunziata (IP; Rom), Dr. Christian Haellmigk (Stuttgart), Edmon Oude Elferink (Brüssel), Francesca Sutti (Mailand; alle Kartellrecht), Axel Dippmann (Bank- und Finanzrecht), Jesko Nobiling (Steuern), Eduard Scheenstra (Finanzierung; Amsterdam), Dr. Martina Jentsch (Arbeitsrecht), Cosima Gräfin von Rechteren (Kartellrecht; Stuttgart), Marcus Fischer (Frankfurt), Jacob Gilkes (beide Steuern), Rebekah Hayes (Commercial; beide London), Paulus van den Bos (Pensions; Amsterdam), Blanca Cortés Fernández (IP), Bartolomé Fernández, Carmen Bardi (beide Medien; alle Madrid), Francesco Capasso (Immobilienwirtschaftsrecht; Rom); Associates: Toby Lovett, Catherine Merry, Michelle Kirkland (alle Corporate; alle London), Friederike Rickers (Hamburg), Franziska Krokutsch, Filip Niemiec, Florian Seelheim (Hamburg), Dmitry Bogdanov (Moskau; alle Immobilienwirtschaftsrecht), Stephanie Witt (Köln; Arbeitsrecht), Kabir Garyali (Kartellrecht; London), Alexis von Kruedener, Michael Strubel, Simon Sanders (Amsterdam; alle Medien/IP); Verena Oechslen, Laura Jung (Köln), Matteo Pace (Rom; alle Arbeitsrecht), Benedicta von Rauch, Florentin Sanson (beide Medien/IP; Neuilly-sur-Seine), Malena Hansen (Stuttgart), Jacqueline Vallat (beide Kartellrecht), Alexander Cartwright, Pauline Howcroft, Alexandre Naud (alle London), Dex Destombes (Amsterdam), Alicia Martínez, Jorge Peño Iglesias (alle Corporate; beide Madrid), Yvonne Onomor (alle London), Rogier de Very, Yasar Celebi (beide Amsterdam; alle IP), Jenny Noordermeer (Bank- und Finanzrecht), Claudia van der Schoot (Litigation; beide Amsterdam), David Whitehead (London), Tom Bruggink (Amsterdam), Geoffroy Loncle de Forville, Diane De Tarr-Michel (beide Neuilly-sur-Seine), Mikhail Panferov, Elizaveta Rakova (beide Moskau)
Inhouse Recht (New York): Michael Fricklas (Chief Legal Officer and Secretary) – aus dem Markt bekannt

Berater CVC/Joop van den Ende
De Brauw Blackstone Westbroek (Amsterdam): Arne Grimme (Federführung; M&A), Henk van Ravenhorst (Steuerrecht); Associates: Pete Lawley, Paula Ravensbergen (beide (Corporate/M&A), Mick Gerrits, Lindie Foord
Hengeler Mueller (Berlin): Dr. Ulrich Blech; Associate: Alexander Bekier (beide M&A/Immobilienrecht)
Uría Menéndez – nicht bekannt

Hintergrund: Advanced Publications ist ein Mandant von CMS in England, maßgeblich von Medienrechtspartner John Enser. Zu dem Aufgabenbereich des länderübergreifenden CMS-Teams zählten im Schwerpunktmarkt Deutschland insbesondere die steuerrechtliche Strukturierung der Verträge, die gemieteten und im Eigentum stehenden Immobilien, sämtliche arbeits- und pensionsrechtlichen Aspekte der Transaktion sowie die Behandlung von Musicalproduktionen und -konzeptionen.

Das CMS Steuerteam arbeitete an diversen Dokumentationen und Fragen, die im Zusammenhang mit der Transaktionen auftauchten. Die Tax Due Diligence übernahm Ernst & Young. Zudem setzte CMS Deutschland Paralegal Anne Neumann ein, um das Bank- und Finanzrechtteam zu unterstützen, sowie Legal Consultant Stephanie Schulz aus dem kürzlich gegründeten Smart Operations Center in Berlin.

Die US-bezogenen Themen deckte Advanced Publications über ihr Inhouseteam ab.

De Brauw Blackstone Westbroek koordinierte den Deal auf Verkäuferseite und zog aus ihrem internationalen Netzwerk die Anwälte in den weiteren betroffenen Ländern hinzu. Für steuerliche Themen zeigte sich KPMG Meijburg & Co. verantwortlich.

De Brauw Blackstone Westbroek gehört seit vielen Jahren zu den Stammberatern der Stage Entertainment und beriet das Unternehmen etwa Ende 2014 beim Erwerb von Albert Verlinde Entertainment.

Beim Einstieg von CVC Capital im Sommer 2015 stand Clifford Chance an der Seite des Finanzinvestors. Ein Team von De Brauw, ebenfalls unter Leitung von Grimme, beriet van den Ende.

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