Die deutsche Eurohypo und die amerikanische Citigroup haben - unter Minderheitsbeteiligung der General Motors-Tochter GMAC - ein neuartiges Jointventure für den Handel mit notleidenden Krediten (non performing loans, NPLs) geschlossen.Das neue Geschäftsmodell sieht vor, dass sich die Banken sowohl als Ankäufer von NPLs betätigen als auch deren Verwertung übernehmen. Hierfür wurden zwei Gesellschaften gegründet: eine Akquisitionsplattform in den USA (Opus 1), an der die Citigroup zu zwei Dritteln und die Eurohypo zu einem Drittel beteiligt ist, und ein Verwerter (Opus Servicing Advisors), der von der Citigroup und Eurohypo jeweils zur Hälfte getragen wird. Die Verwertungsgesellschaft will auch als Betreuer für Dritte, die NPLs ankaufen, agieren.
Die erste Transaktion unter Opus ist bereits perfekt: Von der Eurohypo wurden Mitte November 14.000 faule deutsche Privatkundenkredite im Wert von 2,4 Milliarden Euro übernommen. Damit handelt es sich um den zweitgrößten Portfolio-Kauf hierzulande nach der im September abgewickelten Übernahme von Forderungen der Hypo Real Estate mit einem Nominalwert von 3,6 Milliarden Euro.
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