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Restrukturierung bei Honsel

Die Kreditgeber des angeschlagenen Automobilzulieferers Honsel haben den Weg für die Rettung des angeschlagenen Unternehmens freigemacht und einem Sanierungskonzept zugestimmt. Durch einen Tausch der Schulden in Eigenkapital (Debt-for-Equity-Swap) werden 49 Prozent der Anteile auf die vorrangigen Gläubiger übertragen. Dabei sinkt der Honsel-Schuldenstand von 510 auf 140 Millionen Euro. Durch die Umschuldung muss sich der Hauptgeldgeber, der Private-Equity-Investor Ripplewood Holding Japan International (RHJ), die Honsel-Gruppe künftig mit anderen Gläubigern teilen. RHJ investierte weitere 50 Millionen Euro und bleibt damit mit 51 Prozent der Anteile Mehrheitsaktionär.

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RHJ, die belgische Tochter der US-Finanzholding Ripplewood, hatte Honsel im Jahr 2004 von Carlyle gekauft und machte in den vergangenen Wochen auch als Bieter für Opel Schlagzeilen, schied jedoch aus dem Rennen aus. Honsel beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter und fertigt unter anderem Zylinderköpfe und Motorblöcke sowie Getriebegehäuse aus Leichtmetall. Das Unternehmen gehört in dem Bereich weltweit zu den führenden Zulieferern. Bereits seit Monaten war über die Umschuldung verhandelt worden. Der Abschluss der Honsel-Restrukturierung wird bis Ende Juni erwartet und ist unter anderem von der Fortführung des Geschäfts mit den wichtigsten Kunden und Zulieferern abhängig. (Silke Brünger)

Berater Honsel

Freshfields Bruckhaus Deringer (Hamburg): Dr. Lars Westpfahl, Richard Tett (London), Charles-Antoine Leunen (Brüssel), Ana López (Madrid; alle Restrukturierung), Jochen Ellrot (Unternehmensrecht), Marcus Mackenzie (Bank-/Finanzrecht; London), Dr. Christian Ruoff (Steuerrecht), Dr. Michael Schäfer (Öffentliches Recht), Dr. Elmar Schnitker (Arbeitsrecht; Köln); Associates: Riaz Janjuah (Restrukturierung), Dr. Thomas Brandt (Unternehmensrecht), Wolfgang Kotzur (Bank- und Finanzrecht; London), Dr. Alexander Schwahn (Steuerrecht), Dr. Thomas Volan (Öffentliches Recht)

Menold Belzer (Stuttgart): Dr. Michael Oltmanns, Dr. Guido Quass (beide Gesellschaftsrecht); Associate: Roman Becker (Gesellschaftsrecht)

Berater vorrangige Kreditgeber

Latham & Watkins (Hamburg): Frank Grell (Restrukturierung), John Houghton, Dan Maze (alle drei Federführung; Finance; London), Dr. Tobias Klass (Tax), Dr. Norma Studt (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Jörn Kowaleski, Dr. Alexander Szodruck (beide Restrukturierung), Dr. Dirk Kocher, Dr. Ritesh Rajani, Heinrich Bälz (alle Corporate), Sven Timmerbeil (Corporate; Frankfurt), Rory Negus, Richard Butterwick (beide Corporate; London), Dr. Thorsten Volkholz (Finance), Peter Englund, Fiona Landless, James Parkin (alle Finance; London), Dr. Henrik Lay (Tax)

Berater Ripplewood

Gleiss Lutz (Frankfurt): Dr. Jan Bauer (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Burkhard Jäkel (Federführung; Bank-/Finanzrecht), Dr. Andreas Spahlinger (Restrukturierung; Stuttgart), Dr. Cornelius Götze (Gesellschaftsrecht), Dr. Frank Merten (Arbeitsrecht; München), Dr. Daniela-Maria Schuster (Arbeitsrecht), Dr. Burkhard Hildebrandt (Öffentliches Recht; Berlin), Dr. Stefanie Beinert (Steuerrecht; Stuttgart); Associates: Dr. Björn Simon (Restrukturierung), Dr. Christian Vocke (Gesellschaftsrecht), Dr. Mario Stillig (Gesellschaftsrecht), Dr. Stefan Mayer (Steuerrecht), Dr. Hendrik Sattler (Arbeitsrecht), Dr. Jörg Buschbaum (Arbeitsrecht), Ulrike Bär (Steuerrecht; Stuttgart), Vanessa Bayliss (Bank-/Finanzrecht)

Latham berät den Zusammenschluss von Kreditgebern regelmäßig bei Restrukturierungen.

Gleiss Lutz hatte Ripplewood schon beim Erwerb von Honsel im Jahr 2004 sowie bei dem anschließenden Abfindungsverfahren von Honsel-Aktionären beraten. Die Kanzlei berät Ripplewood regelmäßig, unter anderem auch beim Erwerb des Verlagshauses Reader’s Digest. Beim Ringen um Opel dagegen beriet die Kanzlei mit Magna in diesen Tagen einen anderen, den letztlich erfolgreichen Bieter.

Freshfields hat Honsel erstmals beraten. Menold-Partner Oltmanns dagegen betreut Honsel seit Jahren. Unter anderem stand er der Gruppe zur Seite, als Ripplewood im Rahmen eines Secondary-Buy-outs die Mehrheitsbeteiligung von Carlyle erwarb. Er begleitete den Automobilzulieferer auch beim Going Private und dem anschließenden Abfindungsverfahren von Minderheitsaktionären.

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