Schultze & Braun leitet entscheidende Wende zur Einigung zwischen angeschlagener Merckle-Gruppe und Banken ein
Den Anruf, dass der Überbrückungskredit in trockenen Tüchern ist, hat Adolf Merckle noch entgegen genommen. Dann setzte sich der 74-Jährige Unternehmer ins Auto, fuhr zu einer Bahnstrecke in der Nähe seines Heimatortes Blaubeuren und beging Selbstmord. Gut drei Monate hatte der Milliardär um sein Lebenswerk gekämpft. Und wusste schließlich, dass es zum Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm keine Alternative mehr geben würde. Daran konnte auch der wachsende Stab an Beratern an seiner und der Seite seiner Firmen nichts mehr ändern. Gut drei Monate hatte der Milliardär um sein Lebenswerk gekämpft. Und wusste schließlich, dass es zum Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm keine Alternative mehr geben würde. Daran konnte auch der wachsende Stab an Beratern an seiner und der Seite seiner Firmen nichts mehr ändern.
Gut drei Monate lang hatten die Berater versucht, zusammen mit der baden-württembergischen Unternehmerfamilie, für die Finanzholding VEM der Familie Merckle einen Sanierungsplan aufzustellen. Nur folgerichtig, dass teilweise seit langem im Merckle-Umfeld bekannte Sozietäten wie Gleiss Lutz dabei waren, aber auch Überraschungskandidaten wie Nörr Stiefenhofer Lutz und die angesehene Insolvenzkanzlei Schultze & Braun kamen ins Boot. Sie alle kämpften um die Rettung der VEM mit den drei großen Stämmen der Beteiligungen – auch wenn die Interessen im Verlauf der Verhandlungen auseinander.
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