Rosenburger

Burger King kauft mit Wolf Theiss insolvente Raststättenkette

Der österreichische Burger-King-Franchisenehmer TQSR will den insolventen Raststättenbetreiber Rosenberger übernehmen. Laut Creditreform liegt der Kaufpreis bei 40 Millionen Euro. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung des vereinbarten Sanierungsplans, die am 12. März erfolgen soll.

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Dieter Spranz
Dieter Spranz

TQSR gehört zur Theophil Group, hinter der die Familie des Wolf Theiss-Partners Dr. Dieter Spranz steht. Das Unternehmen kündigte an, den Rosenberger-Gläubigern die im Sanierungsplan angebotene Quote von 20 Prozent zu finanzieren. Damit gehen rund 10 Millionen an die Gläubiger, die restlichen 30 Millionen werden in die Renovierung der bestehenden Restaurants investiert. So soll die Marke Rosenberger künftig für gehobene österreichische Küche im Rahmen eines systemgastronomischen Konzepts stehen. Geplant sei auch ein eigener ‚Rosenburger‘. Pläne für eine gemeinsame Zukunft von TQSR und Rosenberger gibt es schon länger: 2017 gründeten beide ein Joint Venture, das unter anderem die Modernisierung der bestehenden Standorte und eine Multibrand-Strategie zum Ziel hatte.

Standortschließungen und die geplanten Synergien in der Organisation, dem Einkauf, Rechnungswesen und Marketing werden Medienberichten zufolge insgesamt mehr als 100 Mitarbeiter ihren Job kosten. Künftig soll Rosenberger an 14 Standorten noch 330 Mitarbeiter beschäftigen, ursprünglich waren es nach einer Mitteilung des Kreditschutzverbandes (KSV) 448. Derzeit sind drei Filialen geschlossen, der Rosenberger-Standort im niederösterreichischen Haag soll jedoch wieder eröffnet werden.

Rosenberger Holding ebenfalls verkauft

Im Februar hatten die chinesischen Investoren, denen die Muttergesellschaft Rosenberger Holding seit 2013 mehrheitlich gehörte, ihre Anteile an den Wiener Unternehmensentwickler Connexio Research & Business Development verkauft. Teil der Unternehmensgruppe sind neben der Rosenberger Restaurant GmbH auch die inzwischen ebenfalls insolventen Töchter Rosenberger Tankstellen und Rosenberger Fuels.

Berater TQSR
Wolf Theiss (Wien): Dr. Dieter Spranz; Associates: Dr. Clara Gordon (beide Federführung), Thomas Malle (alle Corporate/M&A; letzterer Rechtsanwaltsanwärter)

Rosenberger Holding GmbH
Hasch & Partner (Wien): Dr. Franz Guggenberger (Federführung); Associate: Alexander Milla (beide Corporate/M&A; letzterer Rechtsanwaltsanwärter)

Masseverwalter
Urbanek Lind Schmied Reisch (Wien): Dr. Christian Lind, Dr. Gabriela Richter (Stellvertreterin)

Schuldnervertreter
SCWP Schindhelm (Wels): Dr. Alexander Anderle – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: 2015 wurde die Familiengesellschaft von Wolf Theiss-Partner Spranz Master-Franchisenehmer von Burger King in Österreich. 2016 reduzierte Spranz seine Arbeitszeit in der Kanzlei, um sich stärker als Unternehmer engagieren zu können. Seine juristischen Fähigkeiten brachte er unter anderem auch schon 2017 bei den Joint-Venture-Verhandlungen von TQSR mit Rosenberger ein.

Die in Linz und Wien vertretene Kanzlei Hasch & Partner ist vor allem im Immobilien- und Stiftungsrecht präsent. Der Leiter des Wiener Büros, Dr. Franz Guggenberger, widmet sich vor allem dem Gesellschafts- und Insolvenzrecht sowie der Beratung von Banken. Die Mandatierung für die Rosenberger Holding kam über deren neue Eigentümerin Connexio zustande, welche die Kanzlei bereits seit einiger Zeit vertritt.

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