Die beiden Gründer Gereon Frahling und Leonard Fink entwickeln schon seit 2009 Onlinetools für automatisierte Übersetzungen. Erst unter dem Namen Linguee, seit 2017 heißt sie wie die von ihr vertriebene Software DeepL. Diese gilt als ernstzunehmende Konkurrenz für Googles Translator.
Mit Benchmark steigt nun ein namhafter Investor aus dem Silicon Valley bei DeepL ein, der meist in frühen Entwicklungsphasen bei Technologie-Start-ups investiert. Twitter, ebay und Uber sind nur ein kleiner Teil der großen Namen von Benchmark-Investments. Das verwaltete Vermögen liegt bei rund drei Milliarden Dollar (ca. 2,6 Milliarden Euro).
Hinter Brains2Ventures (b-to-v) verbirgt sich ein Zusammenschluss von Privatinvestoren aus dem deutschsprachigen Raum. Ihr Investmentvehikel ist in St. Gallen angesiedelt. Bereits 2011 erhöhte die Linguee-Gesellschafterin ihre Anteile um einen „sechsstelligen Betrag”, nun gab es gleichzeitig mit Benchmark eine weitere Investition.
Berater Benchmark
Taylor Wessing (Berlin): Dr. Norman Röchert (Federführung; Corporate), Dr. Gregor Schmid (IP), Volker Herrmann (Commercial), Nico Jänicke (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Christian Ahrendt, Stephan Meyer (beide Corporate), Randy Piper (IP)
Berater DeepL/Linguee-Gründer
Osborne Clarke (Köln): Nicolas Gabrysch (Federführung), Dr. Benjamin Monheim (beide Venture Capital), Joachim Breithaupt (Steuern); Associates: Sarah Nießen, Dr. Sophie Hoffmann (beide Venture Capital)
Berater Alteigentümer
Raue (Berlin): Prof. Dr. Andreas Nelle (Corporate; Venture Capital) – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Die Verbindung zwischen Benchmark und Taylor Wessing geht auf eine Empfehlung des Londoner VC-Investors Balderton zurück, ehemals der europäische Arm von Benchmark. Für Balderton arbeiten die Londoner und Berliner Taylor Wessing-Anwälte schon seit vielen Jahren. Benchmark kam dann vor zwei Jahren bei der Serie-B-Finanzierungsrunde des Start-ups Contentful auf Taylor Wessing zu. Röcherts Team beriet damals gemeinsam mit dem Büro im Silicon Valley. In der Folge entstand auch die Mandatsbeziehung zum amerikanischen Investor General Catalyst, der ebenfalls mit Taylor Wessing Contentful in Serie C und D unterstützte.
Die DeepL-Gründer griffen mit Gabrysch ebenfalls auf einen renommierten VC-Experten zurück. Der Osborne Clark-Partner berät das Duo schon seit der Gründungsphase und unterstützte es während der Finanzierungsrunden der vergangenen Jahre.
Ob sich b-to-v extern anwaltlich beraten ließ, ist nicht bekannt.