Juve Plus Benteler übernimmt Bahn-Tochter

Mit Simmons und Rödl entsteht integrierter Anbieter für autonome Mobilität

Die Benteler Gruppe übernimmt die On-Demand-Plattform Ioki von der Deutschen Bahn. Mit der Transaktion entsteht ein integrierter europäischer Full-Service-Anbieter für autonome Mobilität, der Fahrzeugproduktion, Softwareplattform und Flottenbetrieb. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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Die Bahntochter Ioki entwickelt Software für flexible Shuttle‑Verkehre und die datenbasierte Planung des öffentlichen Nahverkehrs.

Mit der Übernahme erweitert Benteler sein Portfolio um die auf On-Demand- und ÖPNV-Integration spezialisierte Technologie von Ioki. Zusammen mit der Benteler-Tochter Holon, die autonome Shuttles produziert, und Benteler Mobility, die den Betrieb und die Finanzierung der Flotten übernimmt, entsteht ein Angebot, das Städten und Verkehrsbetrieben eine skalierbare Komplettlösung für autonome Mobilität bietet.

Ioki bleibt dabei systemoffen und ermöglicht Kommunen auch weiterhin die Integration verschiedener Fahrzeugtypen und Betreiberlösungen. Die Übernahme eröffnet Ioki zudem den Zugang zu internationalen Märkten und legt den Fokus auf weitere Expansion.

Marktbeobachter sehen in dem Deal einen weiteren Hinweis darauf, dass der Mobilitätssektor im Umbruch ist. Vor allem technische Neuerungen lassen das Interesse unterschiedlicher Unternehmen an dem Markt anziehen. Dieser ist traditionell sehr öffentlich-rechtlich geprägt, bietet heute aber auch privaten Akteuren Wachstumsperspektiven.

Die Berater im Überblick

Christian Bornhorst

Berater Benteler
Simmons & Simmons (Frankfurt): Dr. Christian Bornhorst, Raghav Ghai (London; beide Corporate/M&A; beide Federführung), Dr. Bernulph von Crailsheim (Steuerrecht; Frankfurt), Dr. Christopher Götz (IT; München), Dr. Andrea Pomana (Kartellrecht; Frankfurt), Dr. Anja Schlichting (Corporate / M&A), Elmar Weinand (Steuerrecht; Frankfurt), Alexander Greth (Arbeitsrecht), Dr. Tina Gausling (Digital Business; München), Dr. Martin Gramsch (Kartellrecht), Cees Dekker, Ekram Belhadj (beide Beihilferecht; beide Amsterdam); Associate: Michael Surmann (Federführung), Tobias Schmidt (beide Corporate/M&A), Sven Lombard, Renée Resch (beide Arbeitsrecht), Jakob Auer (IT; München), Dr. Johannes Schröder (Dispute Resolution), Julia Mroz, Michael Jochner (beide IP; beide München), Pia Kemmerer (Frankfurt), Pia Wattendorff (München; beide Real Estate)

Kai von der Recke

Berater Deutsche Bahn
Rödl (Stuttgart): Kai Graf von der Recke (Federführung), Christian Speckert (beide Corporate/M&A), Rainer Miller (M&A/Advisory), Dr. Melanie Köstler (Steuern; Nürnberg), Jörg Niemann (Regulierung; Hamburg); Associates: Vincent Taylor, Robin Czurgel (beide M&A/Advisory), Nadine Schug (Nürnberg), Amélie Ungerer, Maria Pingou (alle Corporate/M&A)  – aus dem Markt bekannt

Notariat
Hauschild Böttcher (Düsseldorf): Prof. Dr. Leif Böttcher – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Für den Verkauf von Ioki sprach die Deutsche Bahn gemeinsam mit Rödl & Partner zahlreiche potenzielle Investoren in einem strukturierten Bieterprozess an. Der Legal-Partner und Leiter der Corporate-Praxis der MDP-Einheit von der Recke war mit seinem Team über die Advisory-Kollegen ins Mandat gekommen, die bereits zuvor mandatiert waren. Aus dem Team verantwortete der Stuttgarter Partner Miller die Gesamtprojektleitung. Darüber hinaus war Rödl auch für die steuerlichen Themen zuständig.

Simmons über London ins Mandat gekommen

Benteler ließ sich von einem Düsseldorfer Simmons-Team um Bornhorst und dem Associate Surmann federführend beraten. Zur Federführung gehörte auch der Londoner Partner Ghai, über dessen Kontakt zu Saffiya Haddad die Kanzlei zum Pitch eingeladen wurde und das Mandat erhielt. Haddad ist General Counsel von Benteler Trading und Senior Vice President Transactions der Mobility-Sparte des Konzerns mit Stammsitz in Salzburg, die die Transaktion gesteuert hat. Haddad und Ghai kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Slaughter and May.

Die Beratung zum Kauf der Bahntochter war neben den klassischen Corporate-Themen insbesondere durch den arbeitsrechtlichen und beihilferechtlichen Aufwand geprägt. Für die beihilferechtlichen Themen in der Due Diligence zog Bornhorst das in Amsterdam ansässige Team um Dekker und Belhadj hinzu, die von dort aus europaweit zu diesen Themen eingesetzt werden.

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