Marketing

Infront und Mainz 05 schließen mit FPS und Klinkert Millionenvertrag

Der Fußball-Bundesligist 1. FSV Mainz 05 hat sich für die kommenden Jahre eine millionenschwere Vermarktung gesichert: Der Verein schloss einen Vertrag mit dem Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media ab. Laut Presseberichten soll der Verein für den zehn Jahre laufenden Vertrag rund 250 Millionen Euro kassieren. Hinzu kommt ein Signing-Bonus von zehn Millionen Euro.

Teilen Sie unseren Beitrag
Stephan Nikschick
Stephan Nikschick

Der Vertrag beginnt ab der Bundesliga-Saison 2015/16 und beinhaltet unter anderem das Haupt- und Trikotsponsoring, das Stadion-Namensrecht und die Bandenwerbung bei den Heimspielen. Mainz 05 erhöht durch den Vertrag laut Medienberichten seine jährlichen Werbeeinnahmen von 20 Millionen Euro pro Saison auf 25 Millionen Euro. An den Vermarktungserlösen, die über 25 Millionen hinausgehen, wird der Verein  beteiligt.

Infront verstärkt die Vermarktungsaktivitäten des Vereins mit sieben Mitarbeitern. Der Vermarkter aus dem schweizerischen Zug, der von CEO Philippe Blatter geleitet wird, hat schon in der Vergangenheit nicht-exklusiv die Vermarktung der Mainzer unterstützt. Insgesamt 14 Fußballvereine, der DFB-Pokal und die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft sind zudem bei Infront unter Vertrag. Infront wurde Anfang des Jahres von der chinesischen Wanda-Gruppe gekauft.

Johannes Zindel
Johannes Zindel

Berater Infront Sports
FPS Fritze Wicke Seelig (Frankfurt): Stephan Nikschick, Dr. Holger Jakob (beide Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Zug): Dr Mark Schillig

Berater FSV Mainz 05
Klinkert (Frankfurt): Johannes Zindel, Dr. Hermann Schlindwein, Dr. André Soldner
Inhouse Recht (Mainz): Harald Strutz (Präsident)

Hintergrund: Die Mandatsbeziehung zwischen FPS und Infront besteht schon einige Jahre. So hatte die Kanzlei den Schweizer Sportvermarkter bereits 2009 zu den Vermarktungsverträgen mit Werder Bremen und Schalke 04 beraten. Den IP-rechtlichen Teil der Verträge mit Mainz 05 wickelt Infront Inhouse ab. Beim Verkauf an die chinesische Wanda-Gruppe im Februar hatte die Züricher Kanzlei Homburger Infront beraten.

Klinkert-Partner Zindel hat einen persönlichen Bezug zum FSV Mainz 05: Er ist Beiratsmitglied im Verein und wurde von Mainz-Präsident Harald Strutz, der ebenfalls Jurist ist, beauftragt, den Deal zu begleiten. Der Wettbewerbs- und Vergaberechtler Zindel vertritt den Verein auch sonst in Rechtsfragen, vor allem im Markenrecht. Zindel holte sich mit Schlindwein und Soldner zwei ausgewiesene Experten im Sportrecht in sein Team.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema

Deals

Infront vermarktet Bremen und Schalke

Deals

Fortuna Düsseldorf % Puma/Infront

Deals Sportrechtevermarkter

Chinesen kaufen Infront mit Reed Smith