Übernahmeschlacht

Immofinanz setzt mit bpv Hügel auf Giftpille gegen CA Immo

Die börsenotierte Immofinanz wehrt sich weiter gegen den angekündigten Einstieg von CA Immo und will nun die laut Übernahmegesetz bei 30 Prozent angesetzte Kontrollschwelle auf 15 Prozent senken. Damit spitzt sich die Lage zwischen den sich mit gegenseitigen Übernahmeofferten gegenüberstehenden Immobilienunternehmen zu.

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Hanns Hügel
Hanns Hügel

Die Absenkung der Kontrollschwelle soll laut Presseberichten auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Immofinanz am 17. April beschlossen werden. Dann müsste der Übernahmekommission der Aktienbesitz bereits ab einer Schwelle von 15 Prozent gemeldet werden. Zudem müsste CA Immo innerhalb von 20 Börsentagen ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre aussprechen.

Mit dieser Maßnahme setzt der größte österreichische Immobilienkonzern auf eine finanzielle Giftpille. CA Immo strebt zusammen mit der russischen O1-Gruppe eine Aufstockung der Beteiligung an der Wettbewerberin von rund 15 Prozent an und würde sich das über 420 Millionen Euro kosten lassen. Ein Komplettübernahme dürften dagegen wohl den finanziellen Rahmen von CA Immo und O1 sprengen.

Überdies hatte Immofinanz bereits vor einigen Tagen eine Gegenofferte angekündigt und ihrerseits beschlossen, ein freiwilliges öffentliches Teilangebot für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an CA Immo von bis zu 29 Prozent des ausstehenden Grundkapitals abzugeben. Der Immobilienkonzern beziffert dieses Angebot auf 530 Millionen Euro.

Berater Immofinanz
Inhouse (Wien): Dr. Lucia Kautzky (Senior Counsel)
bpv Hügel (Mödling): Prof. Dr. Hanns Hügel (Gesellschaftsrecht, Steuern; Federführung), Dr. Christoph Nauer (Gesellschafts-/Kapitalmarktrecht), Florian Plattner (Litigation), Dr. Astrid Ablasser-Neuhuber, Dr. Florian Neumayr (beide Kartellrecht; Wien); Associates: Daniel Reiter, Roland Juill (beide Gesellschafts-/Kapitalmarktrecht; beide Rechtsanwaltsanwärter)

Berater CA Immo/O1
Inhouse (Wien): Dr. Ingo Steinwender (Group Head of Legal Affairs)
Doralt Seist Csoklich
 (Wien): Dr. Christoph Diregger (Gesellschafts-/Kapitalmarktrecht)
Clifford Chance (Düsseldorf): Marc Besen (Kartellrecht)

Hintergrund: Die Berater sind von Anfang an in die verschiedenen Übernahmeschritte einbezogen gewesen. Die Unternehmen setzen derzeit weitgehend auf ihre jeweiligen Stammberater. (Jörn Poppelbaum)

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