Umstrukturierung

Bayern prüft mit Seufert Übernahme des Klinikum Augsburg

Der Freistaat Bayern übernimmt das Klinikum Augsburg zum Ende 2018, um es in eine Uniklinik umzuwandeln. Dann sollen anfänglich 80 und später bis zu 1.500 Medizinstudenten parallel ausgebildet werden. Bisher sind die Träger des Krankenhauses die Stadt und der Landkreis Augsburg.

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Bernhard Lambrecht
Bernhard Lambrecht

Mit der Entscheidung zur Übernahme legt der Freistaat Bayern die Basis für die Umwandlung in eine Uniklinik. Davon erhoffen sich die Beteiligten auch positive wirtschaftliche Impulse für die Region. Seit einigen Jahren wird bereits an einer Generalsanierung und Steigerung der Wirtschaftlichkeit gearbeitet. 2014 machte das Klinikum 4,5 Millionen Euro Verlust. Der Umsatz des Maximalversorgers lag bei knapp 360 Millionen Euro. Die Umwandlung führt das bayerische Wissenschaftsministerium für den Freistaat Bayern. Bisher wurden die Möglichkeiten geprüft und die Übernahme mit einer Due Diligence vorbereitet. Die eigentliche Umsetzung steht noch bevor.

Berater Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Seufert (München): Dr. Thomas Vollmöller (Krankenhausrecht), Dr. Bernhard Lambrecht (Zivil- und Arbeitsrecht), Dr. Reinhard Wagner (Zivil- und Arbeitsrecht), Dr. Johannes Gruber (Zivil- und Arbeitsrecht), Florian Faus (Öffentliches Recht); Dr. Anke Hübner (Vertragsarztrecht); Associate: Helena Buchmüller (Arbeitsrecht)
Gleiss Lutz (Stuttgart): Dr. Marcus Dannecker (Öffentliches Recht), Dr. Marco König (Gesundheitsrecht), Dr. Jens Günther (Arbeitsrecht, München), Dr. Kathrin Haußmann (Arbeitsrecht, München); Associates: Muriel Kaufmann (Arbeitsrecht), Christine Mattes (Öffentliches Recht/Gesundheitsrecht)

Hintergrund: Seufert gewann eine Ausschreibung des Bayerische Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst für die Due Diligence gemeinsam mit einem Team aus Steuerberatern und Wirtschaftsprüfer von Ebner Stolz. Beteiligt waren dabei die auf den Gesundheitssektor spezialisierten Brent Schanbacher, Sabine Werner und Niko Ballarini aus Stuttgart.

Auch Gleiss Lutz wurde durch eine Ausschreibung des Bayerischen Wissenschaftsministeriums mandatiert und beriet im Vorfeld zu Fragen der Reorganisation und Umwandlung. Dies war zwar das erste Mandat des Teams um Marco König für das Ministerium, aber nicht die erste Berührung mit der Thematik. Zuvor hatte sie bereits die Augsburger Betriebskrankenkasse, BKK Stadt Augsburg, beraten. Dabei t ging es um die Auswirkung der Umwandlung des Klinikums auf die Krankenkasse. Bisher ist das Klinikum Augsburg ein Satzungsbetrieb der geschlossenen Betriebskrankenkasse. Bei ihr können sich aber nur Beschäftigte der Stadt Augsburg und ihrer Tochtergesellschaften versichern.

Wer den Freistaat Bayern bei der bevorstehenden Umsetzung der Umwandlung begleitet, ist dem Vernehmen nach noch nicht entschieden, wird aber vermutlich erneut per Ausschreibung bestimmt. Über eine anwaltliche Beratung des Klinikums selbst und ihrer Träger, der Stadt und dem Landkreis Augsburg ist bisher nichts bekannt.

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