Der Volkswagenkonzern hat überraschend die Mehrheit am schwedischen Lastwagenherstelller Scania übernommen. VW erwarb von der Stiftung der schwedischen Familie Wallenberg und der von der Familie geleiteten Gruppe Investor AB deren Scania-Anteile in Höhe von 30,6 Prozent für rund 2,9 Milliarden Euro. Die Wolfsburger erhöhten ihr Scania-Paket damit von 38 Prozent auf insgesamt 68,6 Prozent der Stimmrechte. Mit der Kontrollübernahme bei dem schwedischen LKW-Konzern kommt VW einer möglichen Dreierallianz mit Scania und dem Münchner Nutzfahrzeugunternehmen MAN einen Schritt näher.
VW will die LKW-Sparte von MAN, Scania und die eigene LKW-Produktion in Brasilien zu einem riesigen Nutzfahrzeugkonzern zusammenführen. VW hält derzeit rund 30 Prozent an MAN, die wiederum selbst mit 17 Prozent an Scania beteiligt sind. MAN war 2007 mit einem Übernahmeversuch über 10,3 Milliarden Euro bei Scania gescheitert. (René Bender)
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