Grand-Verbriefung

Deutsche Annington schließt mit Allen & Overy Refinanzierung ab

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  • JUVE

Der Bochumer Immobilienkonzern Deutsche Annington hat zwei weitere Anleihen begeben. Damit schloss er nach drei Jahren den Refinanzierungsprozess seiner milliardenschweren Grand-Verbriefung ab. JP Morgan und Morgan Stanley begleiteten die Transaktionen.

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In den USA platzierte Annington eine Hochzinsanleihe über eine Milliarde US-Dollar. Der in zwei Tranchen aufgeteilte sogenannte Yankee Bond ist die bislang zweitgrößte Debütanleihe eines Unternehmens in den USA, so das Unternehmen. An der Luxemburger Börse besorgte sich der Bochumer Immobilienkonzern zudem 500 Millionen Euro über eine Anleihe. Das Papier ist Teil eines vier Milliarden Euro schweren Debt Issuance Programms (DIP), das der fortlaufenden Emission von Anleihen dient.

Die jetzigen Transaktionen sind die vorerst letzten in einer Reihe von Kapitalmaßnahmen, mit denen der Konzern seine hohen Schulden drücken will. Durch die milliardenschweren Finanztransaktionen kann die Deutsche Annington Darlehen langfristig refinanzieren, die der Konzern erst im Sommer erhalten hatte. Mit diesen Krediten wiederum hatte die Annington hohe Verpflichtungen aus verbrieften gewerblichen Immobilienkrediten abgelöst.

Diese 5,6 Milliarden Euro schweren sogenannten Grand-Darlehen hatten die Bochumer ursprünglich 2006 aufgenommen und Ende 2012 nach zähen Verhandlungen refinanziert.

Berater Deutsche Annington
Inhouse (Bochum): Dr. Michael Bütter (Federführung); Dr. Torsten Wehrhahn (DIP-Programm), Dr. Armin Hutner (Yankee Bonds), Daniel Löhken, Bernd Gremm
Allen & Overy (Frankfurt): Dr. Berthold Kusserow (Kapitalmarktrecht), Dr. Olaf Meisen (Bank-/Finanzrecht), Gernot Wagner (US Corporate Finance), John Brouwer (Amsterdam), Klaus Hahne (beide Steuern), Dr. Patrick Scholl; Associates: Dr. Alexander Schlee, Alexei Döhl, Rebecca Emory, Jonathan Heeringa (Amsterdam; alle Kapitalmarktrecht), Yannick Adler (US Corporate Finance)

Berater Banken (DIP-Programm)
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Christoph Gleske (Federführung); Associates: Christina Zapf, Dr. Roland Schmidtbleicher, Birgit Schulz, David Hughes (alle Kapitalmarktrecht)

Berater Banken (Yankee Bonds)
Latham & Watkins: John Watson Jr. (Federführung; London), Rudolf Haas (Frankfurt), Raymond Holst (New York); Associates: Boris Gorodinsky, Gregory Walker, Dr. Martin Laborenz (alle Kapitalmarktrecht; alle Frankfurt), Stefan Mayer (Steuern; München)

Hintergrund: Allen & Overy begleitet die Deutsche Annington schon länger im Hinblick auf die Refinanzierung ihrer milliardenschweren Verbriefung aus dem Jahr 2006 (mehr…). Dabei stand die Kanzlei dem Bochumer Konzern unter anderem auch schon bei dessen Anleihenpremiere im Sommer zur Seite (mehr…). Anders als damals war nun aber Sullivan & Cromwell nicht mehr mit dabei. Sie beriet die Deutschen Annington zuvor zum IPO, dem finanziellen Befreiungsschlag des Unternehmens (mehr…).

Beim IPO und bei der ersten Anleihe war Freshfields bereits mit einem Team um Partner Gleske aufseiten der begleitenden Banken tätig. Für den Yankee Bond holten die Banken aber nun Latham & Watkins ins Boot. Sie gilt als eine der erfahrensten Kanzleien bei der Beratung zu Hochzinsanleihen, insbesondere im US-Heimatmarkt. Zudem verfügt der Londoner Partner Watson über enge Kontakte zu JP Morgan, die nun ausschlaggebend für die Mandatierung waren.

Für Bütter, den langjährigen General Counsel der Deutschen Annington, waren es die letzten bedeutenden Transaktionen für das Unternehmen. Er  wechselt im November als Geschäftsführer zum Industriedienstleister Ferrostaal (mehr…). Sein Nachfolger wird Dr. Thomas Görgemanns (44), bislang General Counsel bei der LEG Immobilien AG. (René Bender)

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