Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete nun unter Berufung auf informierte Personen, Hellman & Friedman sowie Blackstone hätten sich gegen eine Erhöhung des Angebots ausgesprochen. Die Finanzinvestoren bewerteten ihre Offerte als „fair“. Es sei jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden.
Hellman & Friedman hatte das Unternehmen erst vor drei Jahren für 30 Euro je Aktie an die Börse gebracht. Inzwischen sind die Papiere fast komplett im Streubesitz. Im Juli 2018 hatten sie ihr Rekordhoch von 48,62 Euro erreicht, waren jüngst aber wieder unter 40 Euro abgesackt.
Berater Hellman & Friedman/Blackstone
Latham & Watkins (Düsseldorf): Dr. Nikolaos Paschos, Dr. Tobias Larisch
Freshfields Bruckhaus Deringer (Düsseldorf): Dr. Stephan Waldhausen, Dr. Arend von Riegen (Frankfurt)
Berater Vorstand Scout24
Allen & Overy (Düsseldorf): Dr. Christian Eichner, Dr. Hans Diekmann
Berater Aufsichtsrat Scout 24
Gleiss Lutz: Dr. Martin Hitzer (Düsseldorf), Dr. Christian Cascante (Stuttgart)
Berater Scout24
Inhouse Recht (München): Anja Schulz (General Counsel)
Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt.
Latham berät Hellman & Friedman seit ihrem Einstieg bei Scout24 im Jahr 2013. Mit Partner Maaß, der im Herbst 2018 zu DLA Piper wechselte, brachte Hellman Scout24 vor einigen Jahren auch an die Börse. Außerdem platzierte der Investor mit Latham mehrere große Aktienpakete. Nun liegt das deutsche Mandat offenbar in den Händen der Latham-Neuzugänge Paschos und Larisch.
Dem Vernehmen nach beraten Latham und Freshfields die Investoren gemeinsam. Freshfields verfügt selbst über gute Kontakte zu Blackstone, vor allem auf internationaler Ebene und in der Immobilienbranche. Partner von Riegen beriet das Private-Equity-Haus erstmals 2017 beim Kauf des Darmstädter Mess- und Verfahrenstechnikers Schenck Process.
Über die Mandatsbeziehung zwischen Allen & Overy und dem Vorstand gibt es keine Informationen. Zwischen Scout24 und Gleiss gibt es Verbindungen aus früheren Transaktionen.