Associatesgehälter

Milbank, Skadden und White & Case erhöhen auch

Die bisherige Höchstmarke von 100.000 Euro als Fixgehalt für Berufseinsteiger scheint nunmehr Bestand zu haben. Mit Milbank Tweed Hadley & McCloy, Skadden Arps Slate Meagher & Flom sowie White & Case haben drei weitere Kanzleien eine Anhebung ihrer Associategehälter bekannt gegeben. Die US-Kanzleien erhöhten jedoch vor allem die Grundgehälter und Bonuszahlungen für Associates mit Berufserfahrungen erheblich.

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Bei Milbank erhalten künftig Berufseinsteiger einheitlich und unabhängig von bestimmten Vorqualifikationen 100.000 Euro als Fixum. Zuletzt hatte Shearman das Salär für Associates im ersten Berufsjahr auf diese Höhe angehoben, auf einen zusätzlichen Bonus allerdings verzichtet. Anders bei Milbank: Die Kanzlei setzt in ihrem gesamten Gehaltsystem auf deutliche Bonuszuzahlungen zwischen 10 und 25 Prozent des Jahresfixums. Die Boni sind abhängig vom Kanzleiergebnis und der Seniorität der Mitarbeiter. 2005 konnten Berufsanfänger maximal 28.000 Euro zusätzlich bekommen.

Rekordverdächtig sind vor allem die Milbank-Gehälter für Associates vom 2. bis 6. Berufsjahr, die künftig 115.000, 130.000, 150.000, 175.000 und 200.000 betragen. Ein so hohes Grundgehalt zahlt keine Kanzlei in Deutschland seinen Mitarbeitern in der jeweiligen Altersstufe, zumal die Milbank-Associates in den vergangenen Jahren saftige Bonuszahlungen erwarten durften. Zum Vergleich: Cleary Gottlieb Steen & Hamilton vergütet ihren Associates das 6. Berufsjahr mit 177.000 Euro plus Bonus.

Auch Skadden hebt ab 2007 vor allem das Gehalt für Berufseinsteiger deutlich auf 100.000 Euro plus einem freiwilligen Bonus von bis zu 10 Prozent des Grundgehalts an. Auch die Skadden-Associates werden dabei einheitlich und unabhängig von ihren Vorqualifikationen vergütet. Anwälte vom 2. bis 4. Jahr verdienen künftig 110.000, 120.000 bzw. 135.000. Das bedeutet eine leichte Erhöhung um 10.000 bzw. 5.000 Euro. Unverändert bei 150.000 Euro bleibt hingegen das Fixum im 5. bzw. bei 170.000 Euro im 6. Jahr. Auch für diese Jahrgänge zahlt Skadden einen freiwilligen Bonus, der sich nach der Seniorität sowie dem Kanzleiergebnis richtet. Anwälte im 6. Jahr konnten 2005 bis zu 30 Prozent zusätzlich verdienen.

White & Case hob ihre Gehälter zwar nicht ganz so deutlich wie die beiden Konkurrenten, setzt aber auch auf eine deutliche unternehmerische Gehaltskomponente. So erhalten alle Associates einen Bonus. Vor allem Mitarbeiter im 3. und 4. Berufsjahr können bis zu 25 Prozent des Jahresgehalts zusätzlich mit nach Hause nehmen. Neben der individuellen Leistung entscheiden Faktoren wie der Erfolg des Standortes, der Praxisgruppe und der deutschen Büros mit über die Bonus-Höhe. Associates in den ersten beiden Berufsjahren können bis zu 10 Prozent zusätzlich verdienen.

Als Grundgehalt bezahlt die US-Kanzlei künftig Berufsanfängern, die zweimal Vollbefriedigend, einen LL.M. und eine Promotion vorweisen, 85.000 Euro. Associates vom 2. bis zum 4. Berufsjahr bekommen zukünftig fest 95.000, 110.000 bzw. 120.000 Euro. Berufseinsteiger können damit inklusive Bonus bis zu 93.500 Euro bei White & Case verdienen.

Marktbeobachter hatten vor allem Milbank und Skadden als Kandidaten gehandelt, die im Gehälterkampf der Kanzleien möglicherweise die 100.000-Euro-Marke noch einmal überbieten könnten. Latham & Watkins ausgenommen, haben nunmehr alle Kanzleien, die in Deutschland Top-Gehälter bezahlen, ihre Associate-Vergütungen erhöht.

Einstiegsgehälter ausgewählter Kanzleien (max.):

Cleary Gottlieb Steen & Hamilton 95.000 Euro zzgl. Bonus

Freshfields Bruckhaus Deringer 95.000 Euro, kein Bonus

Gleiss Lutz 95.000 Euro, kein Bonus

Milbank Tweed Hadley & McCloy 100.000 Euro zzgl. Bonus

Morgan Lewis 95.000 Euro zzgl. Bonus

Shearman & Sterling 100.000 Euro, kein Bonus

Skadden Arps Slate Meagher & Flom 100.000 Euro zzgl. Bonus

White & Case 85.000 Euro zzgl. Bonus

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