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Deutscher Opel-Rechtschef jetzt bei Henry Schein – kein Nachfolger geplant

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  • JUVE

Michael Sarnecki ist seit Juli nicht mehr Leiter der deutschen Rechtsabteilung und Assistant General Counsel Europe bei Opel. Der 51-Jährige ist zum US-Unternehmen Henry Schein gewechselt als General Counsel Europe, Middle East and Africa. Opel besetzt seinen Posten nicht nach.

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Als rechtliche Führungsspitze verbleibt der General Counsel für Europa, Riccardo Ventura. Er war früher von Zürich aus tätig, sitzt aber bereits seit einigen Jahren in Rüsselsheim. Zu der dortigen Rechtsabteilung stößt zum September der Noerr-Associate Dr. Patrick Spring. Der 30-Jährige ist unter anderem auf Kfz-Vertriebsrecht spezialisiert. Insgesamt zählt die Opel-Rechtsabteilung unter Venturas Leitung 29 Volljuristen, davon arbeiten 15 in Deutschland.

Opel spart somit die deutsche Rechtsleitung künftig ein. Sarneckis Ausscheiden steht aber nicht im Zusammenhang mit dem geplanten Führungskräfteabbau bei Opel, über den die ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘ (FAZ) berichtet hatte. Dem FAZ-Artikel zufolge sollen bei dem kriselnden Autobauer 500 Stellen im mittleren Management wegfallen, darunter die zahlreicher Abteilungsleiter und Direktoren mit sechsstelligen Jahresgehältern.

Konkrete Entscheidungen hinsichtlich der Stellenstreichungen sollen jedoch noch nicht gefallen sein. Der Autobauer vertraut bei dem Prozess nach Marktinformationen auf Baker & McKenzie-Partner Günther Heckelmann. Der Betriebsrat setzt auf Wolfgang Apitzsch von der Sozietät Apitzsch Schmidt.

Patrick Spring
Patrick Spring

Es hieß zudem in anderen Medienberichten, der Opel-Mutterkonzern General Motors wolle Synergien in der Verwaltung von Opel und dem Schwesterunternehmen Chevrolet heben – auch im Rechtsbereich. Nach JUVE-Informationen arbeiten die Abteilungen allerdings seit Jahren zusammen, sodass Synergien bereits gehoben werden und es keine Änderungen geben soll.

Sarnecki war rund 15 Jahre in der Rechtsabteilung von Opel tätig. Sein neuer Arbeitgeber Henry Schein ist in Langen bei Frankfurt ansässig und beliefert niedergelassene Ärzte mit pharmazeutischen Produkten. Weltweit zählt das Unternehmen rund 12.000 Mitarbeiter und setzte 2011 rund 6,4 Milliarden Euro um. Unter Sarneckis Leitung arbeitet ein weiterer Jurist.

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