Rücktritt vom Bonus

Linklaters hebt zum November die Grundgehälter ihrer Mitarbeiter an. Zukünftig erhalten Associates im ersten Berufsjahr ein Fixum von 95.000 statt bisher 85.000 Euro. Danach steigt das Grundgehalt jährlich um jeweils 10.000 Euro. Allerdings entfällt künftig für die Mitarbeiter unterhalb der Managing-Associate-Ebene der Bonus.Fixum und Bonus zusammengezählt konnten Associates im ersten Berufsjahr bislang ebenfalls 95.000 Euro verdienen, vorausgesetzt, sie erhielten die höhere von zwei Bonus-Stufen. Nach Angaben der Kanzlei kamen nur wenige Associates in den Genuss des vollen Betrags. Auch für die folgenden Associate-Stufen bis zur Wahl zum Managing Associate (frühestens ab dem vierten Berufsjahr) wurden Fixum und Bonus zusammengelegt.

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Managing Associates erhalten weiterhin einen Bonus. Dieser ist ausschließlich vom Kanzleierfolg abhängig und steigt mit zunehmender Seniorität. Ab dem siebten Berufsjahr wird der Bonus individuell vereinbart.

Bonus-Zahlungen für alle deutschen Associates hatte die Kanzlei erst vor gut 13 Monaten eingeführt. Im Zuge des Gehaltskriegs 2006 hob Linklaters die Fixgehälter für die ersten drei Berufsjahre nur geringfügig an, führte dafür aber einen zusätzlichen Bonus ein.

Die Rücknahme dieser Regelung führte nun zu Unruhe bei einigen Associates im dritten und vierten Berufsjahr. Diese kritisierten gegenüber JUVE die neue Regelung als „faktische Gehaltskürzung“. „Die neue Regelung bedeutet für einige wenige Associates im dritten Berufsjahr, die zuletzt den Superbonus erhalten haben, rund 1.000 Euro weniger im Jahr“, sagte dazu Managing Partner Markus Hartung. „Der Großteil unserer Associates bekommt zukünftig mehr Gehalt.“ (Mathieu Klos)

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