Als enttäuschend wertete „The Lawyer“ die vergleichsweise geringe Zuwachsrate bei De Brauw. Doch wird dieses Ergebnis für die Kanzlei, die ihre Präsenz in den Niederlanden schrittweise nur noch auf Amsterdam konzentrieren will, dadurch relativiert, dass die Tabellen zugleich etwa 60 Berufsträger weniger ausweisen. „Beim Umsatz pro Berufsträger haben wir stärker zugelegt“, erklärte ein Kanzleisprecher gegenüber JUVE.
„Interessant sind vor allem die Gewinnzahlen. Das ist es, was wirklich alle interessiert“, kommentierte ein Anwalt. „Gerade nach dem schwierigen letzten Jahr ist aber bei den Zahlen, die Kanzleien nach außen geben, besondere Vorsicht angesagt.“
Der holländische Anwaltsmarkt ist stärker als der deutsche traditionell von sehr großen Sozietäten geprägt. Nicht berücksichtigt sind in dieser Aufstellung die Büros der überwiegend in Amsterdam vertretenen, internationalen Kanzleien wie Clifford Chance, Allen & Overy, Baker & McKenzie oder Freshfields Bruckhaus Deringer.
Kanzlei // Umsatz pro Partner (Mio.€) // Umsatz 2002 (Mio.€) // Veränderung ggü. 2001 // Zahl der Berufsträger (davon Partner)
Nauta Dutilh // 1,4 // 143 // +11% // 469 (100)
De Brauw Blackstone Westbroek* // 1,6 // 126 // +1,62 % // 361 (81)
Loyens & Loeff* // 1,7 // 87 // +31% // 229 (37)
Houthoff Buruma // 1,2 // 75 // +10% // 315 (61)
Stibbe // 1,5 // 70,7 // +2,9% // 205 (46)
Quelle: The Lawyer, außer: * Kanzleieigene Angaben