Anklage

Auch Ex-Infineon-Chef Schumacher setzt auf Feigen

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat am heutigen Freitag Anklage vor dem Landgericht München gegen den früheren Vorstandschef von Infineon, Ulrich Schumacher, erhoben. Ihm werden Bestechlichkeit und Prozessbetrug vorgeworfen, einigen Presseberichten zufolge auch Steuerdelikte.Schumacher soll von dem früheren Sponsorenvermittler Udo Schneider mindestens 300.000 Euro angenommen haben. Dieser habe Schumacher damit dazu bewegen wollen, die Geschäftsbeziehungen weiter zu pflegen.

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Über seine Beziehung zu Schneider war bereits der Ex-Infineon-Vorstand Andreas von Zitzewitz gestolpert. Er war 2005 angeklagt worden und hatte eingeräumt, Geld von Schneider genommen zu haben. Beide sind bereits verurteilt.

Der Vorwurf des Prozessbetrugs bezieht sich auf einen Prozess, den Schumacher gegen Infineon um seine Abfindung führt. Dort behauptete er, nie Geld von Schneider erhalten zu haben. Schumacher bleibt dabei, dass an den Vorwürfen nichts dran sei.

Vertreter Schumacher

FEIGEN GRAF (Frankfurt): Hanns Feigen – aus dem Markt bekannt

Feigen verteidigt derzeit eine Reihe prominenter amtierender oder ehemaliger Vorstände: Ebenfalls heute startete die Hauptverhandlung gegen den ehemaligen Freenet-Vorstandchef Eckhard Spoerr (Prozessauftakt: Wegen Insiderhandel angeklagter Freenet-Chef vertraut auf Feigen), der Steuerprozess gegen Post-Chef Klaus Zumwinkel beginnt Ende Januar.

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