Auch ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass der Grund für die Niederlegung des Mandats nicht in Differenzen zwischen EM.TV und Wollburg, sondern vielmehr in dem erheblich höheren Aufwand begründet lag, den die Aufsichtsratsätigkeit für das Medienunternehmen durch die diversen Restrukturierungsmaßnahmen, Akquisitionen oder Verkaufsprozesse erforderte. Allein im letzten Jahr fanden dadurch anstelle der vier obligatorischen, insgesamt neun Aufsichtsratssitzungen statt.
Meissner bildet nun zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der DG Bank, Bernd Thiemann, und dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Unternehmensberater Roland Berger, die neue Besetzung des Kontrollgremiums von EM.TV.
Bislang zählt der Münchner Sender nicht zum Mandantenkreis von Taylor Wessing. Auf Meissner, der über eine breite Expertise an der Schnittstelle von Corporate, Medienrecht und Gewerblichem Rechtsschutz verfügt, war man vielmehr durch Empfehlungen aus der Medienbranche aufmerksam geworden.