Kilgus war Anfang vergangenen Jahres nach der Auflösung von Haarmann Hemmelrath einer der Anwälte, die für Squire Sanders ihr erstes deutsches Büro in Frankfurt eröffnet hatten. Begonnen hatte der Bank- und Finanzrechtler seine berufliche Laufbahn 1995 bei Thümmel Schütze & Partner in Stuttgart, zeitweise arbeitete er auch in deren Büro in Singapur. 1999 war er zu Haarmann Hemmelrath gewechselt, dort wurde er ein Jahr später National Partner. Die überwiegende Zeit verbrachte er im Hamburger Büro der Kanzlei, war jedoch kurz vor seinem Wechsel zu Squire Sanders nach Frankfurt gegangen.
Kilgus betreute zuletzt unter anderem Springwater bei der Finanzierung des Kaufs von M+W Zander und Riverside bei der Finanzierung der Lautsprecher Teufel-Übernahme.
Andreas Lehmann, Leiter der Praxisgruppe Financial Services von Squire Sanders in Frankfurt, bedauerte den Weggang von Kilgus. Die Kanzlei werde jedoch nicht nur im Finance-Bereich weiter wachsen. Gespräche mit Quereinsteigern auf Partnerebene würden bereits geführt.
Das Hamburger Büro von Watson Farley wächst im Finanzierungsbereich mit Kilgus auf drei Partner. Die britische Schifffahrtskanzlei hatte erst im Oktober 2005 mit den Finanzierungsrechtlern Maren Brandes (Dr. Schackow & Partner) und Thomas Hollenhorst (Berenberg Bank) eröffnet.
Seit die Sozietät jedoch im April 2006 mit der Hamburger MDP-Kanzlei WBS Wegener Bechtel Schmidt fusionierte, bildet die Beratung bei Private-Equity-Transaktionen einen Schwerpunkt. In der vergangenen Woche war zudem bekannt geworden, dass Watson Farley mit der New Yorker Kanzlei Chadbourne & Parke über einen Zusammenschluss verhandelt. Dadurch würde eine Kanzlei mit weltweit über 600 Anwälten und einem zusammengerechneten Umsatz von mehr als 350 Millionen US-Dollar entstehen.