Beraterpanel

Howrey-Kartellrechtler lösen Freshfields bei Nestlé ab

Nestlé hat seine kartellrechtliche Beraterliste umgestellt: Künftig arbeitet der Lebensmittelkonzern in Europa vor allem mit Howrey zusammen. Bislang war Freshfields Bruckhaus Deringer in der Rolle der bevorzugten Kartellrechtsanwälte. Diese will Nestlé jedoch künftig nicht mehr mandatieren, weil Freshfields weltweit auch die Konkurrentin Mars Group zu ihren Mandanten zählt. Howrey hatte bereits im vergangenen Jahr bei mehreren Fusionskontrollen ihr Können bei Nestlé unter Beweis stellen dürfen: Die Kartellrechtspartner Götz Drauz und Martina Maier betreuten die Fusionskontrolle bei dem Milliardenerwerb des Kindernahrungsmittelherstellers Gerber. In den USA ist Nestlé schon länger Howrey-Mandantin, die Kanzlei betreute zum Beispiel an der Seite von Freshfields den US-Teil des Erwerbs von Medical Nutrition von Novartis.

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Freshfields hatte Nestlé über Jahre beraten und das Mandat 2004 in einem Beauty Contest erneut bestätigen können. Ansprechpartner für Nestlé war in Deutschland der Berliner Freshfields-Partner Dr. Helmut Bergmann, der zugleich auch einer der Leiter der weltweiten Kartellrechtspraxis ist. Allerdings ist Bergmann zugleich auch wichtiger Ansprechpartner für die Großmandantin Mars.

In einer aktuellen Untersuchung des Bundeskartellamts kam Howrey bereits für Nestlé zum Einsatz. Mitte Februar durchsuchten Beamte wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen Räume der Lebensmittelkonzerne Nestlé, Kraft, Ritter und Mars. Weiterhin betroffen waren die Süßwarenhersteller Ferrero, Haribo und Storck. Innerhalb weniger Wochen, so die Begründung des Bundeskartellamts, waren die Schokoladenpreise um 10 bis 12 Prozent gestiegen.

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