Berlin

Dentons gewinnt Kartellrechtler von Linklaters

Dentons verstärkt ihre deutsche Kartellrechtspraxis zum Juni mit einem Quereinsteiger. Dr. René Grafunder (38) steigt als Salary-Partner ein, zuvor war er Managing Associate bei Linklaters in Düsseldorf. Im Berliner Büro von Dentons stößt er auf ein dynamisches Team um den Partner Dr. Jörg Karenfort.

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Grafunder_René
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Grafunder begann seine Karriere 2008 bei Linklaters. Er verfügt über Erfahrungen in vielen Facetten des Kartellrechts. So war er maßgeblich an einer der kompliziertesten Fusionskontrollen des Bundeskartellamts im vergangenen Jahr beteiligt. Die Behörde gab nach einem intensiven Phase-2-Prüfungsverfahren einen Deal zweier Mühlenbetreiber schließlich frei. Beim Zusammenschluss der Reedereien CSAV und Hapag-Lloyd zur weltweiten Nummer vier, bei dem Linklaters von Düsseldorf aus die weltweiten Fusionskontroll-Anmeldungen steuerte, gehörte Grafunder zum Team. Zudem begleitete er an der Seite von Praxisgruppenleiterin Dr. Daniela Seeliger den Wursthersteller Nölke in einem großen Kartellverfahren. Ein weiterer Schwerpunkt Grafunders ist kartellrechtliche Compliance sowie die beihilferechtliche Beratung von Banken im Zuge der Finanzkrise.

Bei Dentons stößt Grafunder auf ein Team um Dr. Jörg Karenfort, zu dem mit Grafunder zwei Salary-Partner sowie ein of Counsel und vier Associates gehören. Karenfort ist spezialisiert auf die Schnittstelle zu Regulierungsthemen, was sich zuletzt insbesondere als Vertreter von Gazprom in einer EU-Kartelluntersuchung auszahlte. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die aufstrebende Praxis mit einer erfahrenen Associate von Freshfields verstärkt.

Die deutsche Kartellrechtspraxis von Linklaters, die zu den führenden im Markt gehört, zählt nach Grafunders Wechsel noch fünf Partner in Düsseldorf, Brüssel und London, drei Counsel und etwa 15 Associates. Grafunder begründet seinen Wechsel mit den Entwicklungsmöglichkeiten für seine Praxis: „Dentons bietet mir eine hervorragende Plattform in einem renommierten Team mit spannenden Mandaten sowohl auf europäischer als auch auf deutscher Ebene. Hinzu kommt das enorme internationale Potenzial der Kanzlei, nicht zuletzt in China.“ (Marc Chmielewski)

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