Branchenplattform

CMS, Cooley und Rajah & Tann Asia setzen offenes Netzwerk auf

Die Kanzleien CMS, Cooley und Rajah & Tann Asia haben gemeinsam eine Branchenplattform namens Lupl gegründet. Anders als bestehende Angebote wie beispielsweise das EY Law-Produkt Riverview ist die Plattform als offenes Netzwerk entwickelt. Unternehmen und Kanzleien sollen sie nutzen können, um komplexe juristische Prozesse besser steuern zu können.

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An dem Produkt, dessen Betaversion nun freigeschaltet ist, hatten im Entwicklungsstadium unter anderem auch Inhouse-Counsel mitgewirkt. Ihren Wünschen trugen die Entwickler maßgeblich Rechnung. Demnach sollte die Plattform gewährleisten können, dem Inhouse-Counsel zum Arbeitsbeginn einen Gesamtüberblick über seine laufenden Projekte zu geben, und die Zusammenarbeit zwischen Kanzleien und Inhouse-Juristen verbessern.

Die Plattform soll weder ein einseitiges Legal-Spend-Management-System noch ein zentral von einer Kanzlei oder Beratungsgesellschaft verwaltetes und vermarktetes Produkt sein. Dazu müssen alle Aspekte einer Rechtssache – Personen, Dokumente, Informationen, Mitteilungen und verwendete Software – weltweit abrufbar sein.

Entwickler der Plattform ist das Unternehmen Frogslayer aus Texas. Beteiligt an der Entwicklung waren rund 10.000 Juristen aus mehr als 100 Rechtsordnungen. Insgesamt 16 Justiziare von multinationalen Unternehmen standen dem Aufbau der Plattform beratend zur Seite. Gesellschafter und Geldgeber des Produkts sind die Kanzleien CMS, Cooley und Rajah & Tann Asia. Insgesamt haben die drei Kanzleien rund 10 Millionen Euro in das Unternehmen investiert.

In den kommenden Wochen beginnen weitere Kanzleien, darunter auch Slaughter & May, die Plattform zu testen. Geplant ist, das Produkt im 1. Quartal 2021 an den Markt zu bringen. (Martin Ströder)

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