Corporate/M&A-Experte Stefan Peters (36) wird zum Juni neuer Co-Leiter der Kanzlei Burkardt Böhland & Partner aus Schanghai. Peters kommt vom Schweizer Konzern Omya und übernimmt die Funktion von Oliver Böhland (50), der mittlerweile wieder für die multidisziplinäre Gruppe Eunacon in Nürnberg arbeitet. Die Sozietät firmierte nun zu Burkardt Peters & Partner um.
Peters war bei Omya seit 2010 die Rechtsspitze für das China-Geschäft und verantwortete auch die Themen Compliance sowie M&A. Omya produziert Industriemineralien und ist mit 7.000 Mitarbeitern weltweit in mehr als 50 Ländern vertreten.
Für Burkardt Peters, eine chinesische Kanzlei unter deutscher Führung, sind nun elf Berufsträger in Schanghai tätig. Die Kanzlei begleitet vorwiegend mittelständische Unternehmen, aber auch Firmengruppen und internationale Industriekonzerne aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei deren Investitionen in China. Zu den Mandanten der Sozietät gehören unter anderem die für ihre Hochdruckreiniger bekannte Kärcher-Gruppe und der Anlagenbauer Lurgi. Darüber hinaus fungiert Rainer Burkardt (45) beispielsweise auch als Vertrauensanwalt des österreichischen Generalkonsulats in China.
Im Unterschied zu den meisten internationalen Kanzleien, die sich im China-Geschäft engagieren, firmiert Burkardt Peters als chinesische Kanzlei. Sie darf damit sowohl ausländische als auch heimische Unternehmen im chinesischen Recht beraten sowie in Prozessen vertreten. Als Management-Spitze agieren die beiden Namensgeber Rainer Burkardt und Stefan Peters, die formal keine Partner sind, sondern als Executive Counsel fungieren. Daneben arbeitet ein weiterer deutscher Jurist in einer Position, die mit dem Partnerstatus in internationalen Kanzleien vergleichbar ist. Rund die Hälfte des Teams besteht allerdings aus chinesischen Juristen. In Deutschland kooperiert Burkardt Peters mit Friedrich Graf von Westphalen.
Sowohl Burkardt als auch Peters bringen langjährige China-Erfahrung mit. Burkardt arbeitete unter anderem viele Jahre lang für Beiten Burkhardt, für die er ab 2003 deren Büro in Schanghai aufbaute (mehr…). 2009 wechselte er dann zu Squire Sanders & Dempsey (mehr…) und folgte dort auf Peters, der bis dahin für die US-Kanzlei das deutsch-chinesische Geschäft in Schanghai verantwortete. Peters war seinerzeit zu Graf von Westphalen gewechselt, um für die Kanzlei ein Büro in Schanghai aufzubauen (mehr…). 2010 ging Peters dann zu Omya.
Böhland verantwortet künftig für die Eunacon-Gruppe den Ausbau des Rechtsgeschäfts mit chinesischen Investoren in deutschsprachigen Ländern. Er ist Gründungspartner der multidisziplinären Einheit Eunacon, deren exklusive Rechtsberatungspartner Burkardt Peters ist. Erst seit 2010 firmiert die Kanzlei unter eigenem Namen als chinesische Kanzlei, vorher nannte sie sich Eunacon Law. Eunacon begleitet vorwiegend mittelständische Unternehmen, das Hauptgeschäft macht die Gruppe in China. Sie ist in den Segmenten Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Human Resources tätig. (René Bender)