Clifford

Deutsche Praxis deutlich im Minus

Die deutschen Büros von Clifford Chance haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 rund 196 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind 13 Prozent weniger als im Vorjahr, in dem der Umsatz bei gut 225 Millionen Euro lag. Weltweit gingen die Erlöse nur um fünf Prozent zurück, diese Zahlen hatte Clifford bereits in der vergangenen Woche veröffentlicht. Der Eindruck, die deutschen Büros stünden im internen Vergleich besonders schlecht da, täuscht jedoch. Auf Basis von Berechnungen in britischen Pfund liegt die deutsche Praxis sogar leicht im Plus und ist nach London die zweitstärkste Praxis. Erstmals ist der Umsatzanteil der Region Kontinentaleuropa, die auch Osteuropa einschließt, sogar mit 41 Prozent etwas höher als der des Londoner Büros, zu dem rechnerisch auch die Standorte Dubai und Abu Dhabi zählen. Der Umsatzanteil der Büros in den USA sank von 13 auf 11 Prozent.

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Weltweit erwirtschaftete Clifford einen Umsatz von gut 1,5 Milliarden Euro. Der Gewinn pro Partner brach allerdings ein: Mit umgerechnet gut 870.000 Euro verzeichnete die Kanzlei ein Minus von 37 Prozent. Zum Vergleich: Der Gewinn pro Partner bei Linklaters ging um neun Prozent zurück, bei Freshfields Bruckhaus Deringer blieb er recht stabil.

Der Umsatz pro Equity-Partner dürfte in Deutschland wieder unter die Vier-Millionen-Euro-Marke gerutscht sein. Genaue Zahlen hierzu liegen nicht vor. Der Umsatz pro Berufsträger, der im Vorjahr nur gering gestiegen war, verringerte sich nun von 570.000 Euro auf rund 516.000 Euro. Die Zahl der Berufsträger sank im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig. Insgesamt ging der Umsatz aller Praxisgruppen in Deutschland zurück, wobei sich der Litigation-Bereich noch am stabilsten zeigte.

Die Wirtschaftskrise traf die Kanzlei auch in Deutschland von zwei Seiten: Zum einen ist das Banking- und Finance-Team im Vergleich zu Wettbewerbern ungewöhnlich groß, zum anderen aber hat die Kanzlei erst jetzt ernsthaft mit dem Umbau ihrer Partnerschaft und mit der Reduktion der Berufsträger begonnen. Derartige Maßnahmen hat etwa Freshfields bereits hinter sich.

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