Clifford einig mit früherem Partner

Michael Bryceland hatte wegen sexueller Diskriminierung angeklagt

Der Londoner Wettbewerbsrechtler Michael Bryceland, der seiner ehemaligen Kanzlei Clifford Chance Diskriminierung aufgrund seiner sexuellen Orientierung vorgeworfen hatte, hat sich mit der Magic-Circle-Kanzlei außergerichtlich geeinigt. Unbekannt ist jedoch, was Clifford die Beendigung der Auseinandersetzung gekostet hat. Der britischen Branchenzeitung 'The Lawyer' zufolge, hatte Bryceland im vergangenen November Klage gegen die Kanzlei erhoben, diese aber wenige Monate später wieder zurückgezogen.

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Bryceland warf der Kanzlei direkte und indirekte Diskriminierung vor. Er führte zum einen an, dass es eine allgemeine Kultur der Dikriminierung bei Clifford gebe, zum anderen nannte er auch konkrete Umstände, durch die er sich persönlich diskriminiert gefühlt habe.

Bryceland, der als einer der Aufsteiger der Wettbewerbspraxis galt, hat die Kanzlei im Frühsommer verlassen. Er war seit 1999 bei Clifford, seit 2003 als Partner. Bei seinem Ausscheiden hatte es geheißen, er wolle sich eine Zeit lang aus der juristischen Arbeit zurückziehen. Soweit bekannt, hat er sich bislang keiner anderen Kanzlei angeschlossen.

Mitte August hatte Clifford von Jones Day den Leiter der Wettbewerbspraxis, Greg Olsen gewonnen, um die Lücke nach Brycelands Weggang zu schließen.

Auf der anderen Seite des Atlantiks, in den USA, sah sich zu Beginn dieses Jahres Sullivan & Cromwell ebenfalls mit dem Vorwürf sexueller Diskriminierung konfrontiert: Ein Associate ging gegen die Kanzlei vor. Sullivan reagierte mit einer Gegenklage.

Auch in Großbritannien ist Clifford nicht die einzige Kanzlei, die sich mit dem Problem Diskriminierung auseinandersetzen muss.

Seit einiger Zeit sieht sich Freshfields Bruckhaus Deringer mit mehreren Klagen konfrontiert: Der Insolvenzspezialist und Ex-Freshfields-Partner Peter Bloxham und andere ehemalige Freshfields-Partner wehren sich derzeit vor Gericht gegen die Altersregelungen der Kanzlei.

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