Compliance

Ehemaliger BMW-Jurist schließt sich Luther in München an

Zum Oktober nimmt Dr. Robert Ratay seine Arbeit am Münchner Standort von Luther auf. Der 60-Jährige kommt als of Counsel. Bis Ende vergangenen Jahres war er Head of Compliance von BMW.

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Robert Ratay

Ratay bringt langjährige Inhouse-Erfahrung mit. Er war fast 13 Jahre in verschiedenen Positionen bei BMW tätig. Bis Dezember 2020 leitete er das BMW Group Compliance Committee Office und baute mit seinem Team das konzernweite Compliance Management System der gesamten Gruppe auf. Zuletzt führte er somit das globale Netzwerk von über 80 Compliance Officern innerhalb der Konzerngruppe. Neben Kartellrechts-Compliance, Korruptions- und Betrugsvermeidung waren zudem Geldwäscheprävention und Human Rights Management Schwerpunkte seiner Tätigkeit. Ratay ist zudem seit 2018 Mitglied des Vorstandes beim Deutschen Institut für Compliance (DICO). 

Bei Luther schließt er sich dem Team um Dr. André Große-Vorholt an. Der Wirtschaftsstrafrechtler leitet den Münchner Standort sowie den Fachbereich Wirtschaftsstrafrecht und Compliance der Kanzlei. Mit dem Zugang zählt dieses Team einen Partner, drei Associates und einen of Counsel. Der Zuwachs an Inhouse-Know-how ist eine Ergänzung an der richtigen Stelle, auf die auch andere Kanzleien, wie etwa Hogan Lovells, bereits erfolgreich setzten.

Luther baut eine integrierte und übergreifend zusammenarbeitende Compliance-Beratung auf, in die sie insbesondere die Compliance-nahen Disziplinen integriert, darunter Kartell-, Vergabe- oder Datenschutzrecht. Zu dieser Gruppe zählen aktuell insgesamt sieben Partner und 16 Associates. In München kam in jüngster Vergangenheit der Kartellrechtler Dr. Sebastian Janka als Partner zu Luther. Er war bis Mitte 2019 bei Noerr tätig. Im Energierecht wechselte im April 2020 Gerd Stuhlmacher von Norton Rose, er verfügt ebenfalls über Inhouse-Erfahrung unter anderem bei E.on und Uniper. 

Bei BMW ist seit Januar 2021 Dr. Christoph Klahold als Chief Compliance Officer tätig. Diese Rolle gab es vor seinem Wechsel von der Boston Consulting Group in dieser Form nicht. Zuvor war er bereits sechseinhalb Jahre Chief Compliance Officer bei Thyssenkrupp. (Anika Verfürth)

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