Seit Anfang Mai baut die britische Sozietät Field Fisher Waterhouse in München eine Corporate- und M&A-Praxis auf: Von der Wettbewerberin Watson Farley & Williams hat sie dafür den Gesellschafts- und Energierechtler Daniel Marhewka (36) als Partner geholt. Mit ihm wechselte die Associate Zuzana Meinecke Fábry.
Das kleine Münchner Büro war bisher auf Prozess- und Schiedsverfahren, IP und die Beratung zu regulatorischen Fragen im Gesundheitssektor fokussiert. Neupartner Marhewka dagegen hat einen Schwerpunkt auf Transaktionen in den Branchen Energie und Infrastruktur, vor allem erneuerbare Energien. So beriet er etwa bei Projekten, die die HSH Nordbank begleitete, unter anderem der 100 Millionen Euro schweren Finanzierung des Solarparks Bries in Brandenburg. Darüber hinaus wird er regelmäßig bei M&A-, Private-Equity-, Venture-Capital- und Immobilientransaktionen tätig.
„Mit dem Einstieg von Daniel Marhewka sind wir nunmehr an allen unseren deutschen Standorten im Bereich Gesellschaftsrecht/M&A vertreten“, sagte Michael Adam, Corporate-Partner von Field Fisher in Hamburg, dem mit knapp 20 Anwälten größten der drei deutschen Büros. „Damit setzen wir nicht nur unseren Wachstumskurs im deutschen Markt in einem für uns strategisch wichtigen Bereich fort, sondern können unseren Mandanten vor allem erweiterte Kapazitäten und Branchen-Know-how im Energiebereich bieten.“
Zuletzt hatte die Sozietät den Aufbau einer Corporate-Praxis in ihrem Düsseldorfer Büro in Angriff genommen. Dafür holte sie Anfang März Jan Hartmann (37) und Dr. Patrick Halfpap (39), zwei junge Corporate-Partner aus dem Düsseldorfer Büro von Aderhold, kurz darauf wechselte die anerkannte Gesellschafts- und Kapitalmarktrechtlerin Dr. Susanne Rückert von FPS Fritze Wicke Seelig. Mit Marhewka und Fábry zählt die bundesweite Corporate-Praxis gut ein Dutzend Anwälte. Insgesamt arbeiten mehr als 30 Anwälten in Hamburg, Düsseldorf und München für Field Fisher.
Bei Watson Farley ist Marhewka in diesem Jahr nach dem IP-Experten Marcus Nothelfer der zweite Partner, der das Münchner Büro verlässt. Insgesamt arbeiten dort knapp 15 Berufsträger. (René Bender)