Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat sich von ihrer Hauskanzlei De Brauw Blackstone Westbroek getrennt: Aus Sicht von KLM hat es der zuständige De Brauw-Partner, Pierre Nijnen, versäumt, seine Mandantin ausreichend über Vorsorgemaßnahmen bezüglich der ehemaligen Airline-Allianz mit Alitalia zu beraten.Ende Januar berichtete das britische Anwaltsmagazin "The Lawyer", dass das zehnjährige Geschäftsverhältnis zwischen KLM und der niederländischen Spitzen-Kanzlei aufgrund einer Gerichtsentscheidung vom Dezember 2002 zerbrochen sei. Danach wurde KLM verurteilt, an Alitalia 150 Millionen Euro Entschädigung zu zahlen, nachdem KLM im April 2000 die gemeinsame Allianz der Airlines verlassen hatte. Die Fluggesellschaft war der Meinung, Nijnen hätte sie vor dem Bruch der Allianz auf die Gefahr von Entschädigungsleistungen hinweisen müssen.
Im Zuge der Trennung von de Brauw war zunächst sogar davon die Rede, dass KLM gerichtliche Schritte gegen den ehemalige Linklaters-Kooperationspartner erwäge. Dies hat KLM zwischenzeitlich jedoch dementiert.
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