Deilmann-Haniel

Aderhold-Sanierungsmandat von überraschender Insolvenz betroffen

Die Sanierungsbemühungen bei der Deilmann-Haniel GmbH, einer Dortmunder Tochtergesellschaft von Heitkamp-Deilmann-Haniel (HDH) in Herne, haben einen Rückschlag erlitten: Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaft haben Anfang der Woche einen Insolvenzantrag gestellt, weil eine Zusage von HDH nicht vorgelegen habe, einen monatlichen Fehlbetrag von 2,5 Millionen Euro auch zukünftig auszugleichen.Ob der Insolvenzantrag begründet war, scheint in Beraterkreisen umstritten. Der Vorsitzende der HDH-Geschäftsführung und Managing Partner der Beratungsgruppe RölfsPartner, Wirtschaftsprüfer Jochen Rölfs, wird zitiert mit den Worten: "Deilmann-Haniel ist weder überschuldet noch zahlungsunfähig." Er könne den Schritt der Geschäftsleitung nicht nachvollziehen, habe vielmehr davon abgeraten und "die Genehmigung dafür nicht gegeben". Rölfs war 2005 als Sanierer in die Geschäftsführung von HDH geholt worden. Er wird seitdem von Anwälten der mit RölfsPartner eng verbundenen Kanzlei Aderhold v. Dalwigk Knüppel weitreichend unterstützt, unter anderem im Gesellschafts-, Insolvenz- und Vergaberecht sowie im Bereich Litigation.

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„Es gab in der Vergangenheit sehr intensive Bemühungen um eine Lösung der wirtschaftlichen Situation bei Deilmann-Haniel“, sagte Dirk Lange, Partner im Düsseldorfer Aderhold-Büro. „Diese Bemühungen wurden – auch mit Blick auf die Belegschaft – durch eine finanzielle Unterstützung der Deilmann-Haniel im Umfang von rund 50 Millionen Euro durch die Gesellschafterin Heitkamp-Deilmann-Haniel begleitet. Aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen im Bergbausektor konnten diese bisher noch nicht abgeschlossen werden.“ Deilmann-Haniels Hauptkunde ist die Bergbauindustrie, namentlich die Deutsche Steinkohle AG. Angesichts stark zurückgehender Fördermengen und ausbleibender Aufträge ist die Ertragslage seit Jahren äußerst bedrohlich. Von 1.100 Mitarbeitern haben dem Vernehmen nach bereits 350 die Kündigung erhalten.

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