Deloitte & Touche-Kanzlei trennt sich von WP-Mutter

Die Diskussion um die Trennung von Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung hat nun auch Frankreich erfasst. Nachdem sich vor einigen Monaten die KPMG-Kanzlei Fidal von ihrer WP-Mutter getrennt hatte, ist Ende Oktober bekannt geworden, dass auch die Deloitte & Touche-Tochtersozietät D&T Juridique et Fiscal in die Unabhängigkeit strebt.Allerdings wird die Trennung radikaler sein als bei KPMG. Die D&T-Kanzlei soll laut 'Legal Week' einen anderen Namen, neue Räumlichkeiten und eine neue Führung erhalten. Zudem wird es keine gemeinsame Gewinnverteilung oder gemeinsames Marketing mehr geben. Bei KPMG hingegen wurden bevorzugte Beziehungen zu Fidal aufrechterhalten.

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Hintergrund für die Bewegung in Frankreich ist das mit dem Sarbanes-Oxley-Act vergleichbare Gesetz Loi de Sécurité Financière, das seit August in Kraft ist. Nach Auskunft von Frankreichspezialist Lutz Hartmann sieht das Gesetz vor, dass Mandanten nicht aus einer Hand Abschlussprüfung und Rechtsberatung angeboten werden darf. „Insofern wird bei allen WP-Firmen über die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen Anwälten und Prüfern diskutiert, nicht nur bei den Big Four, sondern auch bei den französischen“, erklärte der Partner der Frankfurter Kanzlei Heide Rechtsanwälte, die selbst mit der französischen WP-Gesellschaft Mazars kooperiert.

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