Mit ihrem Angebot wollen die drei Gründer eine Lücke im Schulungsmarkt schließen. Klassische Anbieter wie das Institut für Betriebsratsschulungen richten sich an Arbeitnehmervertreter, andere Anbieter schulen HR-Abteilungen – jeweils mit der entsprechenden Perspektive. Ein neutrales Schulungsangebot von ehemaligen Richtern und Schlichterpraktikern gebe es bislang nicht, so die Gründer.
Die Gesellschaft „Konfliktlösung im Betrieb“ bietet drei Formate an: Schulungen für Betriebsräte, Weiterbildungen für HR-Verantwortliche sowie Fortbildungen für Fachanwälte für Arbeitsrecht. Hinzu kommt eine Mediationsausbildung, die nach den Standards des Bundesverbands Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA) zertifiziert ist.
Die Idee zur Gründung entstand aus der Arbeit der drei Schlichter in Einigungsstellen und dem regelmäßigen Expertenaustausch mit Arbeitgeber- sowie Arbeitnehmeranwälten, bei dem sie aktuelle Fragen der Mitbestimmung aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutieren.
Praxisbezug durch Schlichtungserfahrung
Die Herausforderungen in Einigungsstellen seien in den vergangenen Jahren gestiegen, etwa bei Themen wie Datenschutz, Entgeltordnungen oder der Einführung von IT-Systemen. Dies mache Schulungen erforderlich, die nicht nur rechtliches Wissen vermitteln, sondern auch Konfliktlösungskompetenzen stärken. Auch gemeinsame Schulungen von Betriebsräten und Arbeitgebern seien möglich.