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Ehemalige Clifford-Partner eröffnen Anwaltsnotariat

Die Immobilienrechtspartner Thomas Reischauer und Dr. Christian Keilich von Clifford Chance gründen eine Kanzlei. Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass die beiden zu Ende April Clifford verlassen würden.

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Thomas Reischauer

Reischauer und Keilich gründen zum Mai gemeinsam mit Dr. Klaus Minuth die Kanzlei Reischauer & Partner. Die neue Einheit wird sich vor allem auf notarielle Dienstleistungen fokussieren. Namenspartner Reischauer, seit 2018 Notar, hat bereits in den vergangenen Jahren bei Clifford am Ausbau seines notariellen Geschäfts gearbeitet. In der neuen Einheit will er sich nun ausschließlich darauf konzentrieren. Der immobilienrechtliche Schwerpunkt soll erhalten bleiben, aber auch Mandate aus dem Gesellschafts-, Familien- und Erbrecht gehören zum Repertoire der neuen Kanzlei.

Zweiter Notar der Einheit ist Minuth, der seit Jahrzehnten bei Clifford und deren Vorgängerkanzlei gearbeitet hat. Er leitete viele Jahre die renommierte Immobilienrechtspraxis von Clifford, bis er den Staffelstab 2011 an Cornelia Thaler übergab. Nach deren Weggang Anfang 2019 übernahm Keilich die Leitung des Teams. Sowohl Reischauer als auch Minuth genießen im Markt hohes Ansehen für ihre Arbeit als Notare. Mandanten und Anwälte aus Transaktionskanzleien schätzen beide für ihre fachliche Kompetenz und ihr Verhandlungsgeschick.

Abschied vom Transaktionsgeschäft

Christian Keilich

Für Keilich, einen der führenden Immobilienanwälte Deutschlands, bedeutet der Wechsel in die neue Kanzlei auch den Abschied vom klassischen transaktionsorientierten Beratungsgeschäft. Er ist im Gegensatz zu seinen beiden Partnern kein Anwaltsnotar und wird sich künftig vor allem auf die strategische Beratung, aber auch auf Streitbeilegungen unter anderem als Schiedsrichter konzentrieren. Klassische anwaltliche Dealberatung für Mandanten wie die Allianz RE, RFR oder North Star wird er in der neuen Kanzlei nicht anbieten.

Neben den drei Gründungspartnern gehören zwei Notariatsfachangestellte zum Startteam. Das notarielle Backoffice soll sich perspektivisch noch vergrößern. Zuwachs auf Amtsträgerseite ist zumindest für die erste Zeit nicht geplant.

Frankfurter Modell macht Schule

Mit der Neugründung treten Reischauer und seine Kollegen in die Fußstapfen erfolgreicher Frankfurter Anwaltsnotariate. Das Konzept, sich nach einer Karriere in Großkanzleien auf notarielle Dienstleistungen zu spezialisieren, hat in Frankfurt Tradition. Die Gründer langjährig etablierter Notariate wie Wicker Schütz, Göring Schmiegelt & Fischer oder Gerns & Partner haben alle viele Jahre in Großkanzleien verbracht, bevor sie ihre eigenen Anwaltsnotariate eröffneten. In den vergangenen Jahren sind mit Lennert Schneider & Vins, Funke Mühe oder DSH Notare weitere Kanzleien hinzugekommen, die diesem Modell folgen. Inzwischen findet das ‚Frankfurter Modell‘ auch in anderen Städten wie Berlin Nachahmer.

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