Eines von Schonholtz‘ Mandaten der jüngsten Vergangenheit ist etwa die Beratung der Société Générale im Rahmen des amerikanischen Chapter-11-Insolvenzverfahrens des russischen Ölriesen Yukos. Die Anwältin hatte erst vor einem Jahr die Leitung der New Yorker Praxisgruppe ‚Banking und Financial Restructuring‘ von Robert Finley übernommen, der Clifford in Richtung Cadwalader Wickersham & Taft verlassen hatte.
In englischen Presseberichten hieß es, Clifford sei bereits dabei, Restrukturierungspartner aus London oder anderen europäischen Büros zu suchen, um sie nach New York zu schicken. Sie sollten dort so schnell wie möglich die Praxisgruppe wieder aufbauen.
Diese Maßnahme sei jedoch nur als Übergangslösung denkbar, hieß es dazu in Kanzleikreisen in Deutschland. Zwar sei die Versendung europäischer Insolvenzrechtler prinzipiell vorstellbar, doch benötige man eigentlich einen „Local Hero“, um das Geschäft wieder in Gang zu bringen.
In jedem Fall wird der Verlust des Teams auch hierzulande als deutlicher Rückschlag für die Gesamtsozietät empfunden. Eine der bisherigen Stärken von Clifford war es, den Mandanten auch Beratung in Chapter-11-Verfahren bieten zu können – dies wird nun vorerst allein über Kooperationen mit amerikanischen Kanzleien vor Ort aufrechterhalten werden können. (Jörn Poppelbaum)