Ähnlich stark verbesserte Bird & Bird auch weltweit ihr Geschäftsergebnis. Dieses betrug 136,8 Millionen britische Pfund, was einer Steigerung um 18,4 Prozent entspricht. Der Gewinn pro Partner betrug kanzleiweit 514.662 Pfund. Gewinnzahlen für die deutschen Partner weist die Kanzlei nicht aus.
Dass die Teams in Düsseldorf, Frankfurt und München ein Ergebnis im Kanzleischnitt erzielten, überrascht, bezeichnete der neue deutsche Managing Partner Dr. Alexander Schröder-Frerkes, 2007 doch als Jahr der Konsolidierung und Integration für die deutschen Büros. Nach fünf Jahren ununterbrochener, starker personeller Expansion investierte Bird & Bird hierzulande zuletzt viel Energie in ein neues Personalwesen sowie die Neuordnung des deutschen Managements. So löste Schröder-Frerkes den bisherigen Managing Partner Wolfgang von Meibom ab.
Entscheidend für die Umsatzentwicklung dürfte jedoch sein, dass man nicht wie in den Jahren zuvor zahlreiche Quereinsteiger hinzuholte, die 2006 erheblich zur Umsatzsteigerung weit über dem Marktdurchschnitt beigetragen hatten. Vielmehr ernannte Bird & Bird in Deutschland fünf neue Partner aus den eigenen Reihen. Dies schlug sich im Umsatz pro Equity Partner nieder, der um fünf Prozent zurückging. Die deutsche Praxis weist dennoch solide Geschäftszahlen auf, der Umsatz pro Berufsträger blieb mit 368,703 Euro gegenüber dem Vorjahr konstant.
Auf der Grundlage des guten Geschäftsergebnisses fühlt sich die deutsche Praxis offenbar stark, um 2008 wieder anzugreifen. Dies kündigte Schröder-Frerkes ebenfalls an. Bereits Anfang Juli hatte Bird & Bird mit dem Aufbau einer eigenen deutschen Pharmapraxis um den ehemaligen Mayer-Brown-Partner Ulf Grundmann dieser Ankündigung Taten folgen lassen.
Schröder-Frerkes gab zudem eine deutliche Steigerung der Associatebezüge bekannt. Bis zu 95.000 Euro können künftig Berufseinsteiger verdienen – abhängig von den Qualifikationen, die sie mitbringen. Neben mindestens 18 Punkten in beiden Staatsexamen tragen Zusatzqualifikationen und der persönliche Gesamteindruck erheblich zum Anfangsgehalt bei. 70.000 bis 80.000 Euro zahlte die Kanzlei bislang ihren Associates im ersten Berufsjahr. Einen ähnlichen Gehaltssprung gab es auch für alle übrigen deutschen Associate-Jahrgänge. Einen zusätzlichen Bonus zahlt Bird & Bird weiterhin nicht.
Mit dieser Gehaltsrunde führen die deutschen Büros ein einheitliches und transparentes Gehaltssystem ein. Bislang wurden die Gehälter individuell mit den Associates ausgehandelt. Zudem etablierte Bird & Bird ein einheitliches Personalentwicklungsprogramm.